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Zum Ende der Seite springen Neid oder Mitleid?
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brunika
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Neid oder Mitleid? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Heute ist mir so durch den Kopf gegangen, dass ich mir manchmal nicht wirklich sicher bin, ob ich Jack und Ennis eher um die Erfahrung einer so großen Liebe beneide (das darf ja nun wahrlich nicht jeder erleben), oder ob ich beide wegen der daraus folgenden unglücklichen Lebensumstände (die sie beide meiner Meinung nach - und ich weiß, dass die Meinungen hier in dieser Hinsicht auseinander driften - nicht ändern konnten) bemitleide.

Wie geht es Euch dabei?

Und was meint Ihr: wenn Ennis und Jack die Wahl gehabt hätten, wofür hätten sie sich entschieden? Hätten Sie sich für ein mittelmäßiges, ereignisloses Leben der Norm entsprechend und in Ruhe entschieden, für den Preis, den anderen nie kennen zu lernen?
Oder hätten sie ihr Leben so führen wollen, wie es nun mal war? Auf weiten Strecken unglücklich, aber mit der Erfahrung einer ganz großen Liebe?
Und ich meine nicht: was hätten sie gerne anders gehabt, sondern was hätten sie gemacht, wenn sie sicher gewußt hätten, sie müssen so leben, wie es im Film dargestellt war?

Ich hab mir schon eine Meinung gebildet, möchte aber erst mal Eure Ansichten hören, ehe ich "auspacke". Augenzwinkern
Bin gespannt auf die Antworten und hoffe, ich habe nicht schon wieder das Thema eines alten Threats aufgewärmt, ohne es zu wissen.
13.04.2009 21:05

Sindy Sindy ist weiblich
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RE: Neid oder Mitleid? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Brunika

Ich habe hier in einem anderen Thread schon mal was über "die große Liebe" gepostet und ich kann nur sagen, mit dem Wissen was ich Heute habe bin ich mir total sicher das sowohl Jack als auch Ennis Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hätten um ein Leben zu zweit leben zu können. Ich beneide die Beiden überhaupt nicht, ich weis wie schwer so was ist. Was ich für die Beiden empfinde ist tiefes Mitleid und trauer. Ob es allerdings geklapt hätte .... nun ja, das steht in den Sternen. Denn wie es nun mal auch im richtigen Leben so ist, das verbotene zieht einen manchmal mehr in seinen Bann wie die Vernunft es tut.

Aber was wäre das Leben wenn man nicht mal mehr träumen kann. böse

Sindy
13.04.2009 21:49 Sindy ist offline E-Mail an Sindy senden Beiträge von Sindy suchen Nehmen Sie Sindy in Ihre Freundesliste auf

Fricky Administrator Fricky ist weiblich
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Ich denke ich empfinde weder das eine noch das andere. Kein Neid weil jeder von uns schon Liebe gepürt hat und diese nicht weniger gewesen sein muss oder ist, nur weil sie vielleicht nicht von unglücklichen Umständen geprägt ist. Jeder der schon mal verliebt war oder ist, und die unglücklichen Umstände kennt würde dies sicherlich gerne ändern wollen.

Ich denke Jack hätte es nicht ändern wollen denn er hätte immer in jeder Situation gedacht das er daran etwas ändern könnte. Egal wie oft man ihm gesagt hätte das dies die unweigerliche unvermeidbare Zukunft gewesen wäre.
Er wäre mit unerschütterlichen Glauben daran gegangen, Ennis umzustimmen und ein gemeinsames Leben in Angriff zu nehmen. Er hätte die Zukunft wie man sie ihm auftischt einfach so nicht akzeptiert.

Bei Ennis bin ich mir nicht sicher.
Ich denke wenn man ihm gesagt hätte wie es enden würde, würde er vielleicht darauf verzichten. Auch weil er denkt das er als Teil einer Liebesbeziehung schuld an Jacks Tod ist. Letzendlich sieht man ja deutlich, das er denkt Jack ist genau wie Earl und Rich umgebracht worden. Ennis kann leichter hinnehmen und bevor Jack wieder in sein Leben trat hatte ich nicht das Gefühl das er so unglücklich gewesen ist.(Gib Alma nicht die Schuld, sie hat damit nichts zu tun)
Alma und er hatten viel Stress, nicht viel Geld aber bevor Jack kam war er eine "normale" Ehe. Im Gegenzug zu Jack hat er sich nicht nach anderen Männern umgesehen. Weder Vor noch während er mit Jack zusammen war.
Ich denke er hätte drauf verzichtet weil er gedacht hätte das er so vielleicht die Scheidung verhindern könnte, somit die Kinder hätte behalten können und um Jacks Tod zu verhindern.

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14.04.2009 06:38 Fricky ist offline E-Mail an Fricky senden Beiträge von Fricky suchen Nehmen Sie Fricky in Ihre Freundesliste auf

lundi96 lundi96 ist weiblich
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Ich glaube auch, daß Ennis lieber verzichtet hätte. Ihm wären Schuldgefühle an allen Fronten erspart geblieben: gegenüber Jack im Leben, wegen Jacks Tod, gegenüber Alma und seinen Kindern und auch sich selbst gegenüber. Ennis ist bescheiden und arrangiert sich immer mit den Gegebenheiten, darin ist er ziemlich gut. Er hätte sich meiner Meinung nach auch nicht mehr bei Jack gemeldet nach dem Brokeback. Er konnte Jack nicht widerstehen, deshalb hatte er keine Wahl, aber wenn er sie gehabt hätte, hätte er verzichtet.

Bei Jack bin ich mir nicht so sicher. Den kann ich irgendwie schwerer einschätzen. Er war so viele Jahre optimistisch, aber letzten Endes hat er sich gewünscht, die Beziehung zu Ennis beenden zu können, was sich Ennis meiner Meinung nach nie gewünscht hat. Ennis hatte sich mal wieder mit der Situation arrangiert (bis Jack ihm offenbarte, daß er ihn gern verlassen würde und auch mit anderen Männern betrog), aber Jack haderte (schon länger) mit seinem Schicksal und wünschte sich eine Veränderung. Bei Jack kann ich irgendwie nicht einschätzen, was schwerer wog bei ihm.

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14.04.2009 10:17 lundi96 ist offline E-Mail an lundi96 senden Beiträge von lundi96 suchen Nehmen Sie lundi96 in Ihre Freundesliste auf

Olivia
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Ich glaube nicht, daß die Beiden aufeinander verzichtet hätten. Nicht auf ihren Sommer auf dem Brokeback und nicht auf ihre Angelausflüge.
Jack will Ennis, den Rodeoclown baggert er nur halbherzig an, Randall blitzt komplett ab (meine Meinung zu dem Gespräch auf der Bank). Lureen ist eine, den Konventionen geschuldete, Notlösung. Jack würde nicht auf Ennis verzichten können und ein normales Leben leben wollen. Und Mexiko ist für ihn nur ein ganz schwacher Ersatz - und von Befriedigung keine Spur.
Ennis vor die Wahl gestellt, würde deutlich länger überlegen. Mit Alma hat er nur einen schönen Moment - die Schlittenfahrt. Mit Jack sehr viel mehr. Auf dem Brokeback einen/seinen Freund gefunden zu haben, so offen wie er mit Jack umgeht, ist er zu niemandem sonst. Die ehrliche Freude die er empfindet, als Jack sich wieder meldet. Sein Dankgebet an den Vollmond - so glücklich ist er mit Alma nie. Er heiratet weil man das so macht, er heiratet eine Mutter seiner künftigen Kinder, nicht die Frau die er liebt. Jack ist der einzige Lichtblick in seinem Leben. Ennis hätte nicht darauf verzichtet, Liebe zu erleben.
14.04.2009 21:43 Olivia ist offline Beiträge von Olivia suchen Nehmen Sie Olivia in Ihre Freundesliste auf

Borki Borki ist weiblich
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Zitat:
Original von Olivia
Jack ist der einzige Lichtblick in seinem Leben. Ennis hätte nicht darauf verzichtet, Liebe zu erleben.


Ganz genauso sehe ich das auch.
Und wenn man mich so direkt auf die Frage anspricht: Neid oder Mitleid, dann würde ich, ohne lange nachzudenken sagen: Neid!
Sicher, wir haben alle schon mal eine grosse Liebe erleben dürfen, mit Höhen und Tiefen. Mit allem, was dazu gehört.
Aber, wenn ich mir intensiv die Gesichter beim Treffen nach 4 Jahren ansehe, diese inbrünstige Liebe und der tiefe Schmerz all die vier langen Jahre lang, wenn man sieht, wie sehr sie einander vermisst haben, so sehr, dass einem selbst das Innerste zerreisst, dann ist das bei mir eher Neid, weil ich weiss, dass das vorbei ist.

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14.04.2009 22:48 Borki ist offline E-Mail an Borki senden Beiträge von Borki suchen Nehmen Sie Borki in Ihre Freundesliste auf

Tahamara Tahamara ist weiblich
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Also die Frage, ob ich die Beiden nun beneiden oder bemitleiden soll, hab ich mir auch schon mal gestellt.
Einerseits beneide ich sie schon, weil sie einfach ihre große Liebe gefunden haben und ich bisher noch nicht (oder vielleicht schon, aber das ist wohl leider unerwidert Augen rollen ). Das war auch das erste Gefühl, das ich hatte, während ich den Film das erste Mal sah sah und eigentlich auch noch kurz danach.
Als ich dann aber angefangen habe, wirklich darüber nachzudenken und mich mit dem Ganzen näher zu beschäftigen, stellte sich ein tiefes Mitleid und Trauer ein. Aber es ist ja eigentlich auch unmöglich die Beiden nicht zu bemitleiden.
Also bei mir hält sich das irgendwie so ziemlich die Waage, manchmal schwankt es ein Bisschen je nach dem, wie ich grad drauf bin, aber letztendlich kann ich nicht sagen, dass eines wirklich überwiegt.

Was das Andere angeht, da sehe ich es so ziemlich wie lundi96
Ich denke auch, dass sich Ennis wohl dagegen entschieden hätte.
Für ihn war die ganze Sache mit Jack ja falsch.
Das Leben mit Alma allerdings war ja das, was er sich immer vorgestellt hatte und wie es sich "gehörte".
Die Sache mit Jack ist er ja nur eingegangen, weil da auf einmal diese Gefühle waren, die er nicht einordnen konnte, die ihm aber letztendlich keine andere Wahl gelassen haben.

Bei Jack bin ich mir, wie lundi auch, ziemlich unsicher.
Mein Gefühl sagt mir zwar irgendwie, dass er sich dafür entschieden hätte, weil er ja immer so optimistisch war, aber andererseits, könnte er ja garnicht mehr optimistisch sein, wenn er wüsste, wie es ausgeht. Dem Optimismus würde dadurch ja jede Grundlage entzogen. Und ob die wenigen kurzen, glücklichen Momente das ganze Leid und seinen ganzen Kummer überwiegen könnten, weiß ich nicht und gegen Ende war er ja wirklich unglücklich. Ob er das alles wirklich in Kauf nehmen würde?
Allerdings wär er mit Lureen allein auch nie glücklich geworden.

Also stellt sich mir noch die Frage, ob die Entscheidungsmöglichkeiten wären, entweder, das Leben, wie es halt im Film war oder das gleiche Leben nur ohne Jack bzw. Ennis aber dafür nur mit Alma bzw. Lureen ODER die Entscheidung zwischen dem Leben im Film oder ein Leben, das ganz anders verlaufen wäre, also dass Jack z.B. nicht nur mit Lureen enden würde, sondern vielleich noch jemanden ganz Anderes kennen- und vielleich lieben lernen könnte.

Aber das ist wohl alles nur Haarspalterei und eigentlich egal Augen rollen
14.04.2009 23:06 Tahamara ist offline E-Mail an Tahamara senden Beiträge von Tahamara suchen Nehmen Sie Tahamara in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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Wenn ein Mensch sein Leben vorher sehen könnte, dann muss man immer die Frage stellen, kann er nur diesen einen "Weg" sehen oder kann er alle "Wege" sehen.
Es gibt Millionen von möglichen Varianten wie wir leben könnten und welche davon ins Glück führen und welche nicht, das wissen wir nicht.
Auch wenn man die große Liebe nicht nimmt, weil man wüsste das sie einen unglücklich macht und sich darum für die zweigrößte entscheidet, weiß man letztendlich nicht ob man dabei nicht auch leidet.

Neid?
Wenn ich etwas in meinem ganzen Leben nie benutzen kann, warum sollte ich es denn haben wollen?
Die große Liebe muss man auch leben können, sonst ist sie letztendlich so sinnlos wie ein wundervoller Ring den man sein ganzen Leben nur in einem Safe liegen hat.

Ich empfinde eindeutig Mitleid, weil die Hoffnung alles ist was die beiden Männer haben...und wie ich in einer Zeitung mal passenderweise gelesen habe...nur eine Ahnung von Glück in ihrem Leben...und das ist eindeutig zu wenig in meinen Augen.
15.04.2009 02:47 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

Tahamara Tahamara ist weiblich
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Ich schreib mal zu so später bzw. frühen Stunde noch schnell ´ne Antwort ( Hab grad Ferien und mein Schlaf-Wach-Rhythmus ist total im Eimer... das kann ja heiter werden, wenn die Schule wieder anfängt Dry )

Das wollte ich eigentlich in meinem vorherigen Post noch schreiben, hab´s dann aber irgendwie doch nicht gemacht:
Ich bin absolut NICHT neidisch auf die Situation der Beiden. Ich stelle es mir schrecklich vor seine große Liebe zwar gefunden zu haben, aber dennoch so getrennt voneinander zu sein.

Was ich damit meinte, dass ich neidisch bin, bezog sich einfach nur auf die Liebe, ganz unabhängig von allem drumherum.
Die Liebe der Beiden wirkt halt irgendwie so stark und "rein", das wünscht sich mein kleines, geschundenes Herzchen halt einfach auch Zunge raus

Da gebe ich dir Recht, Kessi, wenn man die Liebe nicht ausleben kann, ist sie mehr oder weniger sinnlos. Sie macht einen dann wohl kaum glücklich, oder - wie in Ennis´ und Jacks Fall - nur für kurze Zeit(räume).

Als Reaktion auf den Film hab ich mich dann auch schon mal gefragt, ob es in so einem Fall nicht besser wäre, man hätte seine große Liebe nicht getroffen, aber zu einem wirklichen Ergebnis bin ich nicht gekommen unsicher

Zitat:
Original von Kessi
Auch wenn man die große Liebe nicht nimmt, weil man wüsste das sie einen unglücklich macht und sich darum für die zweigrößte entscheidet, weiß man letztendlich nicht ob man dabei nicht auch leidet.

Stimmt, das ist auch gut möglich. Ist bei Ennis ja sogar fast mehr oder weniger der Fall: Er lehnt seine große Liebe Jack ab - zwar nicht absolut und auch aus anderen Beweggründen - und nimmt mit Alma vorlieb, von der ich jetzt mal ausgehe, sie sei Ennis´ "zweitgrößte Liebe" , und ist alles andere als glücklich.
Aber wenn er Jack nie getroffen hätte, säh das vielleich auch etwas anders aus.
15.04.2009 04:00 Tahamara ist offline E-Mail an Tahamara senden Beiträge von Tahamara suchen Nehmen Sie Tahamara in Ihre Freundesliste auf

Borki Borki ist weiblich
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Also, ich muss mein Post von gestern Abend nochmal revidieren.
Neid ist nicht das richtige Wort. Ich hätte den beiden ja nichts mehr von Herzen gegönnt, als dass sie ihre Liebe hätten ausleben dürfen. Und, wenn man einem etwas gönnt, dann kann das ja kein Neid sein.
Ich weiss auch nicht, mir fehlen die Worte!

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15.04.2009 08:06 Borki ist offline E-Mail an Borki senden Beiträge von Borki suchen Nehmen Sie Borki in Ihre Freundesliste auf

Fricky Administrator Fricky ist weiblich
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Zitat:
Original von borkenkäfer
Also, ich muss mein Post von gestern Abend nochmal revidieren.
Neid ist nicht das richtige Wort. Ich hätte den beiden ja nichts mehr von Herzen gegönnt, als dass sie ihre Liebe hätten ausleben dürfen. Und, wenn man einem etwas gönnt, dann kann das ja kein Neid sein.
Ich weiss auch nicht, mir fehlen die Worte!


Sehnsucht nach dem selbigen?


Ich denke viele lieben ihren Partner ja nur was ihnen fehlt ist die brennende Sehnsucht.
Kaum jemand fühlt ja noch die Leidenschaft den anderen gegen die Wand zu knallen wenn er nach Hause kommt um ihn zu Kleider vom Leib zu reissen.
Das einzige was sowas verursachen kann, ist Entbehrung.
Und jeder hier kann, wenn er will den Zustand der Entbehrung hervorrufen selbst wenn es nur mal 3 oder 4 Tage alleine weg fahren sind. Manchmal reicht das schon aus um sich zu wünschen man wäre wieder zuhause bei seinem Liebsten und springt quasi in die Arme wenn man sich wieder sieht.
Was man zur Zeit hat, ist ja nichts was man so hinnehmen muss. Im gewissen grade kann man seine eigene Sehnsucht und Leidenschaft durch Distanz und 'Entbehrung wieder aktivieren.

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15.04.2009 08:15 Fricky ist offline E-Mail an Fricky senden Beiträge von Fricky suchen Nehmen Sie Fricky in Ihre Freundesliste auf

wilderness wilderness ist weiblich
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Zitat:
Original von Kessi
Die große Liebe muss man auch leben können, sonst ist sie letztendlich so sinnlos wie ein wundervoller Ring den man sein ganzen Leben nur in einem Safe liegen hat.

nur eine Ahnung von Glück in ihrem Leben...und das ist eindeutig zu wenig in meinen Augen.


schwer zu sagen, wie das bei einem selbst in der Realität aussehen würde, aber ich bin der Meinung, dass Liebe sich immer "rentiert", egal wie schwierig auch die Umstände sein mögen.
Sicherlich ist es besser, wenn man sein Leben mit seiner großen Liebe teilen kann, aber selbst diese große räumliche Trennung der beiden vermochte ja nichts an ihren Gefühlen zu ändern - ganz im Gegenteil.

Sinnlos ist Liebe doch nie, sie muss doch kein bestimmtes Ergebnis erzielen, oder unbedingt irgendwohin führen, ein Ende aufweisen oder so. Sie lebt um ihrer selbst Willen und alles ist doch besser (selbst Schmerz), als nichts zu fühlen, für niemanden etwas zu empfinden.

Auch das Zusammenleben der beiden hätte durchaus tragisch enden können oder einfach so, wie viele andere Beziehungen - dass sich die gegeseitige Zuneigung in nichts auflöst. Dass sie sich so sehr geliebt haben ist ja noch keine Garantie für ein Happy-End.
Ich bin zwar nicht neidisch auf die beiden, aber wir Fricky so schön geschrieben hat - den Zustand des Sehnens, des Vermissens kann man auch im eigenen Leben herstellen und damit ein wenig Zauber der ewigen Liebe retten.

Die Beiden hatten definitiv zu wenig an Zeit und Gemeinsamkeit, aber dafür intensive, glückliche Tage, wenn sie zusammen waren. Ist eben die Frage, wieviel Leid und Schmerz man dafür in Kauf nehmen will. In der Zeit ihrer Trennung waren sie ja nicht tot oder immer nur unglücklich, die Liebe in ihnen hat da ja weiter bestanden, nur eben um die Komponente Sehnsucht erweitert.

Sie hatten das eine Extrem, die meisten, die mit ihrem Partner zusammen wohnen eben das Andere (viel gemeinsame Zeit und den gewöhnlichen Alltag), was jedoch besser oder schlechter ist, glücklicher oder unglücklicher macht, entscheidet jeder nach Veranlagung und Möglichkeiten selbst - Hauptsache man kann Liebe empfinden!
15.04.2009 09:21 wilderness ist offline E-Mail an wilderness senden Beiträge von wilderness suchen Nehmen Sie wilderness in Ihre Freundesliste auf

Pfefferminza Pfefferminza ist weiblich
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Jetzt habe ich seit gestern überlegt, ob ich nun Neid oder Mitleid empfinde. Tahamara hat glaube ich ganz gut auch meine Gefühle beschrieben. Es ist eine Mischung aus Neid auf diese grossen Gefühle (natürlich nicht auf den Ausgang) und ganz viel Mitgefühl.

BBM hat mich gefühlsmäßig auch wieder auf eine große letztendlich wohl doch unerwiderte, (obwohl es zwischenzeitlich auch mal anders wirkte) Liebe gestossen, von der ich dachte, ich sei damit endlich durch. unsicher

Zitat:
Was man zur Zeit hat, ist ja nichts was man so hinnehmen muss. Im gewissen grade kann man seine eigene Sehnsucht und Leidenschaft durch Distanz und 'Entbehrung wieder aktivieren.


Ja - wenn man denn einen Partner hat... Wenn man unglücklich verliebt ist oder gar nicht - if you can´t fix it...

Wie sich die beiden entscheiden würden, wüssten sie alles, kann ich nicht sagen.

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...just like this - always...
15.04.2009 09:36 Pfefferminza ist offline E-Mail an Pfefferminza senden Beiträge von Pfefferminza suchen Nehmen Sie Pfefferminza in Ihre Freundesliste auf

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Zitat:
Sinnlos ist Liebe doch nie, sie muss doch kein bestimmtes Ergebnis erzielen, oder unbedingt irgendwohin führen, ein Ende aufweisen oder so. Sie lebt um ihrer selbst Willen und alles ist doch besser (selbst Schmerz), als nichts zu fühlen, für niemanden etwas zu empfinden.

...

Die Beiden hatten definitiv zu wenig an Zeit und Gemeinsamkeit, aber dafür intensive, glückliche Tage, wenn sie zusammen waren. Ist eben die Frage, wieviel Leid und Schmerz man dafür in Kauf nehmen will. In der Zeit ihrer Trennung waren sie ja nicht tot oder immer nur unglücklich, die Liebe in ihnen hat da ja weiter bestanden, nur eben um die Komponente Sehnsucht erweitert.


Ich finde, die beiden Aussagen widersprechen sich etwas. Im ersten Absatz schreibst Du, daß alles, selbst Schmerz besser ist als keine Liebe und im zweiten schreibst Du, daß jeder selbst entscheiden muß, wieviel Schmerz man in Kauf nimmt. Ich kann für mich nur dem 2. Absatz zustimmen, ich würde wie Jack zuletzt zumindest versuchen, mich aus so einer ausweglosen Liebe zu befreien. Mich würde die Trauer und Sehnsucht runterreissen und die paar Tage im Jahr würden das nicht aufwiegen, würden mich nicht wieder aufbauen können. Und Jack scheint ja zum Schluß zumindest in diese Richtung zu tendieren. Und bei Ennis ist es ja sogar so, daß er auch ohne Jack durchaus Liebe in seinem Leben hat. Er hat seine Töchter, eine Familie war immer ein Wunsch von ihm, er kam mit Alma anfangs auch sehr gut klar, auch wenn er sie vielleicht nicht geliebt hätte. Aber ohne Jack wäre ihm das nicht bewußt gewesen, da hätte er sicher geglaubt, das sei Liebe und ich denke, ohne Jack hätte ihre Ehe auf jeden Fall eine Chance gehabt. Dann mochte Ennis seinen Job (kommt im Buch mehr raus), während Jack sein Job wohl eher egal war. Daher denke ich, daß Ennis in der Zeit ihrer Trennung zufriedener war als Jack, weil er eben mehr "Gegengewichte" hatte, Jack hatte ja im Prinzip nur Ennis, ihm bedeuteten weder Job noch Sohn sonderlich viel. Und deshalb denke ich, daß Ennis ohne Jack ein relativ zufriedenes Leben geführt hätte, er hätte einiges gehabt, was ihm etwas bedeutet und er hätte nicht gewußt, was ihm fehlt.

Zum eigentlich Thema: aus meinen ersten Absatz geht ja eigentlich schon hervor, daß ich die beiden absolut nicht beneide, sondern ihre Situation unerträglich finde und sie deshalb bemitleide.

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15.04.2009 10:23 lundi96 ist offline E-Mail an lundi96 senden Beiträge von lundi96 suchen Nehmen Sie lundi96 in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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wilderness, Fricky

Ich denke das was ihr vermisst ist die Verliebtheit.
Aber Verliebtheit gibt es nur für eine kurze Zeit am Anfang einer Beziehung.
Sicherlich es gibt keine Liebe ohne Verliebtheit,alles baut darauf auf...aber es kann Verliebtheit ohne Liebe geben. Nicht immer passt auf Dauer das was zu Anfang so euphorisch begann.

Liebe ist nicht mehr sich die Klamotten vom Leib reißen, sie ist auch nicht mehr die Treppe herunter zu rennen um dem Mann seiner Träume um den Hals zu fallen, nein...Liebe ist dieses warme Gefühl das du weißt das jemand bei dir ist, an deiner Seite, in deinem Leben, und nur diesen einen Menschen möchtest du da haben.

Liebe stibt nicht durch Nähe oder Distanz, Liebe stirbt immer dann wenn einer oder beide in der Beziehung nicht glücklich werden können.
Ein Mensch der viel Nähe braucht wird in einer auf Distanz geführten Beziehung immer leiden und ein Mensch der Distanz braucht wird in einer auf viel Nähe ausgelegten Beziehung nicht glücklich.

Ennis und Jack waren beides keine Distanztypen. Jack hat generell viel Nähe gebraucht, darum war es ihm auch so wichtig Ennis an seiner Seite zu haben. Ennis war ein sehr familiär orientierter Typ, der nicht nur mit Jack sondern überhaupt mit einer großen Familie zusammenleben wollte, doch diese Familie war für Ennis (auch wenn ihn das nie wirklich bewusst geworden ist) nur glücklich und komplett mit Jack.
Alma und die Kinder hätten Ennis auch nicht glücklich gemacht wenn es Jack nie gegeben hätte. Ennis hätte seine Familie immer als nie wirklich perfekt und komplett empfunden, es hätte ihm wohl immer etwas gefehlt, nur hätte er nicht gewusst wieso er so empfindet.
15.04.2009 12:27 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

brunika
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Zitat:
Original von Kessi
Ich denke das was ihr vermisst ist die Verliebtheit.
Aber Verliebtheit gibt es nur für eine kurze Zeit am Anfang einer Beziehung. ...
Liebe ist nicht mehr sich die Klamotten vom Leib reißen, sie ist auch nicht mehr die Treppe herunter zu rennen um dem Mann seiner Träume um den Hals zu fallen, nein...


Naja, dem kann ich so nicht zustimmen. Auch in durchaus "gefestigten" und seit Jahren bestehenden Beziehungen kann es dieses "verliebte" Gefühl immer wieder geben. Und dann ist es durchaus "die Treppe runter rennen und sich um den Hals fallen". Wäre (für mich) auch traurig, wenn es nicht mehr so wäre. Nicht immer, aber immer wieder (und wir sind bereits seit 14 Jahren verheiratet).

Zitat:
Original von Kessi
Liebe stibt nicht durch Nähe oder Distanz, Liebe stirbt immer dann wenn einer oder beide in der Beziehung nicht glücklich werden können.


Wenn Du damit Recht hast, dann wäre ja bei Jack und Ennis die Liebe seit langem gestorben (denn glücklich waren sie ja wahrhaftig nicht). Den Eindruck hatte ich aber keineswegs. Sie waren sehr unglücklich, haben sich bei ihrer letzten Begegnung aber sicher nicht weniger, eher sogar mehr geliebt als zu Anfang. Und auch, wenn Jack tatsächlich den Versuch gemacht haben sollte, sich von Ennis zu trennen, heißt das noch lange nicht, dass die Liebe vorbei war.
15.04.2009 12:45

Kessi Kessi ist weiblich
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Brunika

Ich schätze mal du hast mich völlig missverstanden.

Rein wissenschaftlich ist die Verliebtheit dazu da damit die Frau schwanger wird und aus dem Grund braut der Körper einen Hormoncoktail zusammen, der dazu führen soll, das du ständig mit dem ebenfalls von der Natur ausgesuchten Partner zusammensein willst.
Nach ca. ein bis zwei Jahren schaltet die Natur dieses Gefühlsmaximum ab, weil sie davon ausgegangen ist das die Zeit ausgereicht hat um sich zu paaren.

Nun haben wir Menschen uns nicht umsonst zu einer monogamen Spezie entwickelt, was darauf zurückzuführen ist, das unser gesellschaftliches Leben sich evolutionär verändert hat. Wir sind irgendwann nicht mehr gemeinsam in der Horde durch die Gegend gezogen, sondern es gab eine Arbeitsteilung bei der die Männer gejagt haben und die Frauen zu Hause bei den Kindern blieben. Und so wurde es effektiver wenn der Mann immer wieder auf die gleiche Frau zurückgreifen konnte ohne sich mit erheblich größerem Zeitaufwand ständig um sie bemühen zu müssen.
Um diesen Zustand zu erreichen hat die Natur die Liebe gestezt...ein Gefühl das auf Zusammengehörigkeit und Bindung orientiert ist.
Wird diese Bindung zerstört reagiert der Mensch mit Kummer und Unwohlsein...Liebeskummer ist ein von der Natur gewolltes Gefühl um diese Gemeinschaft beizubehalten.

Aber sicherlich soll die Frau auch in einer Partnerschaft immer wieder Kinder bekommen...und so wird sie sicherlich von der Natur auch dazu motiviert...nur eben nicht mehr in denselben Maße wie in der Anfangszeit.
Das meinte ich mit dem Abflauen der großen Emotionen...was nun nicht heißt das man gar keine mehr hat.

@Ennis und Jack

Das habe ich auf die Beiden nicht bezogen, sondern es war allgemein gemeint und in erster Linie auf das ausgerichtet was Fricky und wilderness geschrieben haben.

Ennis und Jack haben sich auf jeden Fall bis zum Schluss geliebt...doch hat sie diese Liebe zerrissen...weil sie sie nie so leben konnten wie sie es gebraucht hätten
15.04.2009 14:19 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

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