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Zum Ende der Seite springen Jack ich schwörs...!?! 4 Bewertungen - Durchschnitt: 9,754 Bewertungen - Durchschnitt: 9,754 Bewertungen - Durchschnitt: 9,754 Bewertungen - Durchschnitt: 9,754 Bewertungen - Durchschnitt: 9,75
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lundi96 lundi96 ist weiblich
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Was bin ich froh, daß dieser Satz nicht im Film vorkommt. Da ich immer noch eindeutig mehr Fan des Films als des Buches bin, muß ich mich damit jetzt nicht weiter abgeben und bin trotzdem glücklich und zufrieden Fettes Grinsen .

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13.04.2011 15:17 lundi96 ist offline E-Mail an lundi96 senden Beiträge von lundi96 suchen Nehmen Sie lundi96 in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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@lundi

Och das macht doch gerade Spaß sich damit auseinander zu setzen smile
13.04.2011 15:33 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

AngLee Super Moderator AngLee ist weiblich
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Liebe Kessi!

ad 1: Das Radkreuz steht doch nur synonym für "Richtung Homosexueller". Es ist nicht gesagt, dass Jack auch durch ein solches gestorben ist.

Siehe Zitat von Kessi:
Zitat:
...das Radkreuz ist ein Symbol...für Ennis ein Symbol für Bedrohung.


ad 2: Wenn Jack auch auf diese Weise ermordet worden wäre heißt das doch noch lange nicht, dass alle schwulen Männer ermordet werden, sondern nur, dass es ein weiteres Opfer gegeben hat. Demnach schwärzt Annie nicht die Gesellschaft Wyomings an.


Zitat:
original von Kessi
Was relevant ist, ist das Ennis an dem Mord glaubt, weil er sich dadurch seinen Ängsten stellen muss. Er kann nicht wie sonst der Konfrontation aus dem Weg gehen. Und das wiederum macht seine Veränderung glaubwürdig.

huh dann wäre es aber doch einfacher für ihn an einen Unfall zu glauben, dann hätte er das Problem nicht...
Wobei diese Veränderung auch nur deine persönliche Schlussfolgerung ist, oder hast du dafür Textbelege? Ebenso die Annahme, dass Ennis erst zum Schluss weiß, dass er homosexuell ist wink

@ warum wusste Ennis lange Zeit nchts von Jacks Tod: Wieso und auf welchem Weg hätte er es früher erfahren sollen?

Zitat:
original von Kessi
wenn Annie also vorgehabt hätte den Mord an Jack zum Kritikpunkt zu machen, dann hätte sie es eindeutiger thematisiert.

Erstens lässt auch Annie es im Dunkeln ob es ein Mord war oder nicht. Die Gesellschaft hat also noch eine klitzekleine Chance und zweitens liegt ja gerade im Subtilen der Reiz. wink

Ich habe mir noch mal deine Interpretation angesehen.

Zitat:
Original von Kessi

...was er wusste...

am Ende des Filmes wusste Ennis das er homosexuell ist. Das hat er bis zu dem Streit am See ja vor sich selber und anderen verleugnet.

...was er glauben wollte...

mehr als alles andere wollte Ennis ja ganz "normal" sein...er hatte ein gewisses Bild von sich als Mann...das Bild des Ernährers, des Beschützers, des Familienvaters.

...gab es eine Lücke...

Die Dinge passten natürlich nicht zusammen...und wenn etwas nicht nahtlos zusammenpasst, gibt es immer Lücken.

...was man nicht ändern kann muss man eben aushalten...

Das war ja immer Ennis Devise und nun muss er eben auch die Erkenntnis aushalten das er anders ist als er sich gerne gesehen hätte...er kann sich eben nicht in das verwandeln was er gern gewesen wäre, weil er ist wie er ist.


Dass Ennis nun, zum Schluss zu der Erkenntnis gelangt dass er anders ist und das nun auch für sich akzeptiert....da habe ich nach wie vor meine Zweifel.

Aber wie dem auch sei, deine wie auch meine Schlussfolgerung und Sichtweise leitet sich aus unterschiedlichen Interpretationen der Geschichte her.Frankie hat noch eine etwas andere Version vorgestellt und es gibt sicher noch mehr.
Interessant wäre wirklich mal zu erfahren, was Annie sich dabei gedacht hat.

Sind wir hier jetzt eigentlich 0t gewporden? In diesem Thread geht es doch eigentlich nur um den Schwur, oder? unsicher
13.04.2011 17:24 AngLee ist offline E-Mail an AngLee senden Beiträge von AngLee suchen Nehmen Sie AngLee in Ihre Freundesliste auf

Cynthia Cynthia ist weiblich
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Zitat:
und zweitens liegt ja gerade im Subtilen der Reiz.

Da stimme ich 100prozentig zu!
Grade Literatur (und auch Filme) leben doch von Ambivalenz und davon, dass nicht alles bis ins Letzte erklärt und durchschaubar ist.
Es heißt ja über Literatur auch, dass gute Bücher schlauer sind als ihre Autoren. Dass also Autoren nicht immer auf alles in ihren Geschichten eine Antwort haben. Wenn Annie also sagt, sie weiß nicht, wie Jack tatsächlich gestorben ist, dann glaub ich ihr das sofort.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Cynthia: 13.04.2011 21:05.

13.04.2011 21:04 Cynthia ist offline E-Mail an Cynthia senden Beiträge von Cynthia suchen Nehmen Sie Cynthia in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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@Ang

Zitat:
ad 1: Das Radkreuz steht doch nur synonym für "Richtung Homosexueller". Es ist nicht gesagt, dass Jack auch durch ein solches gestorben ist.


...in Ennis Gedanken schon man sieht sowohl im Film das Radkreuz als es auch im Buch eine Rolle spielt
Nein dachte er sie haben ihn den Wagenheber spüren lassen
Jetzt stellt sich für mich die Frage so..in wie weit folgen wir Ennis Gedanken...denn etwas anderes als diese bekommen wir ja nicht zu sehen bzw. zu lesen.
In halte ENNIS Gedankengänge für logisch nachvollziehbar...Reifenwechsel...Wagenheber...Mord. Aber die Assoziationen hat er doch nur weil er dieses traumatische Kindheitserlebnis hatte. Jeder andere Mensch würde bei dem was Lureen erzählt nicht auf diese Weise assoziieren.


Zitat:
dann wäre es aber doch einfacher für ihn an einen Unfall zu glauben, dann hätte er das Problem nicht...


Ganz genau...darum ist es für die Geschichte/den Film auch außerordentlich wichtig das Ennis an den Mord glaubt, weil er sich sonst nicht hätte seinen Ängsten stellen müssen. Wie Jack wirklich gestorben ist, ist dabei gar nicht mal so relevant, für den Verlauf der Geschichte.
Das Ennis aber an irgendetwas anderes als den Mord glauben will, das kommt nirgendwo vor.

Zitat:
Wobei diese Veränderung auch nur deine persönliche Schlussfolgerung ist, oder hast du dafür Textbelege? Ebenso die Annahme, dass Ennis erst zum Schluss weiß, dass er homosexuell ist


Da ist wieder der Film genauer
1. Der Streit am See "Ich bin niemand, nirgendwo"
2. Ennis meldet sich mit mehr bei Cassie...als er sie trifft sagt er zu ihr "Du hattest mit mir sowieso keinen Spaß"
3. Jacks Mutter behandelt Ennis wie den Liebhaber ihrer Sohnes...Ennis wehrt sich erstmalig nicht dagegen.
4. Ennis schwört.
5. Das letzte Lied im Film heißt "The Wings" Flügel.

Das sind für mich alles Anzeichen eine Veränderung in Bezug auf eine Wahrnehmungsänderung in Bezug auf seine eigene Sexualität

@Interpretation

Ich versuche hier niemanden zu überzeugen, sondern ich versuche nur meine eigene Interpretation logisch schlüssig darzulegen und zwar so das ihr sie annehmen könnt auch wenn es nicht eure eigene wird.
Ich finde jede Interpretation die eine schlüssige Logik hat ist für mich auch eine Sache wie es hat sein können auch wenn man selber etwas anderes denkt.
Es geht ja hier erst mal darum seine eigene Theorie so zu "verteidigen" das andere die Gedankengänge nachvollziehen können und auf der anderen Seite auch die Theorie der anderen auf Lücken zu durchsuchen...Dinge die einem an einer anderen Theorie nicht logisch erschienen und hier hat wieder der andere die Chance sich zu erklären.
Es gibt nicht nur eine Wahrheit...aber ich finde der Weg ist der das man den Anderen an die eigene Wahrheit so ranführen sollte, damit er sie annehmen kann als einen möglichen andere Wahrheit. Das dauert immer ein bisschen und erfordert eine ganze Weile Diskussion smile
14.04.2011 21:49 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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Ich hab jetzt die ganze Zeit darüber nachgedacht was Cyanus in Salzburg gesagt hat...und zwar das sie denkt das Ennis schwört das Jack der einzige Mann in seinem Leben bleiben wird, der Jack immer lieben wird usw.

Ich glaube weiterhin nicht das Ennis das zu dem Zeitpunkt als er schwört dachte...ich glaube das Ennis eigentlich überhaupt nichts Konkretes dachte als er diesen Schwur abgab...ich denke er hat nur in diesem Moment die ganze Wucht der Gefühle die er für Jack hatte, die er nie erklären konnte und die er immer versucht hatte zu bekämpfen zu verdrängen zum ersten mal zugelassen.
Es war wohl etwas unglaublich Großes da in seiner Seele und darauf konnte er wohl nur mit so etwas Großem wie einem Schwur antworten.

Letzten Endes impliziert der Schwur aber genau das was du, cyanus, gesagt hast. In einer Oper kannst du natürlich das singen was du sagt und du kannst auch das singen was du denkst aber was machst du mit den Dingen die du NICHT denkst?
Müsste man dann möglicherweise einen Dritten singen lassen...ich grübele hier schon die ganze Zeit darüber nach wie man so was dann überhaupt rüber bringen kann ohne den Charakter völlig zu verändern.
01.03.2016 14:42 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

Eva Eva ist weiblich
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Hm, ich verstehe gut, was du meinst, Kessi. Nur, wenn man große starke Gefühle hat, dann beziehen sich diese Gefühle doch eigentlich auch auf etwas und dieses Etwas müsste man in Worte fassen können, sonst gibt es in der Oper nichts zu singen. Am Ende empfindet Ennis einen ungeheuren Schmerz über den Verlust von Jack, ihm wird auch bewusst, dass er Jack nie geben konnte, was er sich von Ennis wünschte und dass es nun zu spät dafür ist. Daher denke ich, liegt es schon nahe, dass er schwört, dass es nur Jack für ihn geben wird und - so war immer mein Eindruck - dass Ennis nie wieder seine Gefühle so verbergen will, er will nie wieder einen geliebten Menschen enttäuschen und verletzen.

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02.03.2016 01:52 Eva ist offline E-Mail an Eva senden Beiträge von Eva suchen Nehmen Sie Eva in Ihre Freundesliste auf

cyanus cyanus ist weiblich
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Ähmm Kessi, ich hatte nicht gesagt, dass ich das denke, sondern dass das in der Oper so gesungen wurde. Ich denke, das ist EINE Interpretation. Aber schön, das es dich weiter zum Nachdenken angeregt hat ...

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02.03.2016 18:57 cyanus ist offline E-Mail an cyanus senden Beiträge von cyanus suchen Nehmen Sie cyanus in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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@Eva

Zitat:
Nur, wenn man große starke Gefühle hat, dann beziehen sich diese Gefühle doch eigentlich auch auf etwas und dieses Etwas müsste man in Worte fassen können


Jaaa da fragt man sich aber wie die Worte denn aussehen würden.

Die Liebe zu seinen Töchtern tituliert Ennis mit einem er habe sie zum FRESSEN gern. Jack umschreibt seine sexuelle Begierde damit das er meint er könne manchmal BABYS SCHÄNDEN...den ersten Orgasmus den Jack mit Ennis hat kommentiert er mit den Worten "GLEICH BALLERTS LOS"
Von "Jack DER MISTKERL Twist" und "DU HURENSOHN" ganz zu schweigen und den Kosenamen "KLEINER LIEBLING" teilt sich Jack letztendlich mit Ennis Pferden. Fettes Grinsen

Sicherlich haben die Männer Gefühle wie Sehnsucht, Liebe und Schmerz aber selbst der viel offenere Jack kann diese Gefühle nicht wirklich gedanklich klassifizieren geschweige sie denn aussprechen

"Woran Jack sich erinnerte und wonach er sich auf eine Weise sehnte die er weder BEGREIFEN noch ignorieren konnte..."

Es gibt im Buch aber noch mehr Stellen die darauf hindeuten das Ennis wenig über Sachen nachgedacht hat.

Egal ob beim Zäune flicken als auch beim Geld ausgeben ging Ennis immer in die Vollen...und das wo er Probleme damit hatte seine Rechnungen zu bezahlen.

Er wäre gern aufs College gegangen weil ihm der Name Student so gut gefallen hat...wer studiert denn aus so einem Grund.

5 Euro Anfangskapital in einer Kaffeedose und damit Land für eine Ranch kaufen?

und nicht zuletzt Ennis Paranoia.
Ängste sind so gut wie immer irrational aber auch wenn man damit schwer fertig wird weiß man das normalerweise.
Ennis hat seine Ängste aber für völlig real gehalten, was ja auch der Grund dafür ist das er bei Jacks Unfall sofort an einen Mord denkt.
Das ist wie mit der Flugangst, man weiß natürlich das etwas passieren könnte, aber man denkt nicht das es automatisch immer passiert. Das hat Ennis aber gemacht.

Zitat:
Am Ende empfindet Ennis einen ungeheuren Schmerz über den Verlust von Jack


Ja das denke ich auch. Und umso schlimmer ist es für Ennis weil er damit gar nicht umgehen kann.

Zitat:
ihm wird auch bewusst, dass er Jack nie geben konnte, was er sich von Ennis wünschte und dass es nun zu spät dafür ist


Das glaube ich nicht. Die Entwicklung ging eher dahin das Ennis es nach 20 Jahren geschafft hat, sich als das anzunehmen was er war und damit konnte er endlich seine Gefühle zu Jack auch zulassen. Ich denke aber nicht das er mit ihm zusammen gelebt hätte, denn die Vorstellung das man umgebracht werden würde, wenn man als Männerpaar zusammen lebte die hatte er ja noch immer...das zeigt seine Reaktion auf Jacks Unfall doch ganz deutlich.

Zitat:
... er will nie wieder einen geliebten Menschen enttäuschen und verletzen.


aber das hat er doch gar nicht gemacht. Er hatte in all den Jahren nie einen anderen Mann als Jack...er hat alles mögliche getan damit ihre Treffen schön waren für Jack (die Hütte z.B. und den Hirsch den sie jagen wollten) Alles was so unglaublich schief lief das lag doch gar nicht in seiner Macht.

Die Geschichte ist doch keine Kritik an Ennis...sie ist eine Kritik an der Gesellschaft. Ennis hatte einfach Angst, weil er als Kind miterleben musste wie man Menschen wie ihn erniedrigt und ermordet hat und selbst wenn ihm das nicht passiert wäre, hätte sein Umfeld ihn doch komplett verachtet. So kann man doch nicht leben.
Es ist doch tief menschlich das man damit nicht zurecht kommt und noch viel weniger wenn man die Bildung dafür gar nicht hat um das überhaupt richtig zu verstehen.
03.03.2016 03:17 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

lundi96 lundi96 ist weiblich
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2 Dinge sehe ich anders. Ich denke schon, dass Ennis geliebte Menschen enttäuscht und verletzt hat und sich dessen durchaus bewusst war. Als er z.B. Alma jun. sagt, sie könne nicht bei ihm wohnen, ist ihm ihre Enttäuschung sehr wohl klar und er bleibt trotzdem dabei. Und auch als er absagt zu ihrer Hochzeit zu kommen. Und genau da ändert er ja sein Verhalten, als er ihre Enttäuschung bemerkt und sagt sein Kommen doch zu, obwohl er dann Ärger mit seinem Chef kriegt.

Und ich glaube, dass ihm die Sinnlosigkeit von seinem Verzicht auf ein gemeinsames Leben angesichts Jacks Tod bewusst geworden ist. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich gedacht hat, dann hätten sie auch zusammen leben können, wenn dieser Verzicht Jack doch nicht das Leben hat retten können. Dann hätten sie die Zeit bis zu seinem Tod auch gemeinsam verbringen können. Vielleicht glaubt er sogar, er hätte Jack dann besser beschützen können, als er es so konnte. Aber ohne Jacks Tod wäre er niemals zu dieser Erkenntnis gekommen und nach Jacks Tod hat sie ihm nichts mehr genutzt – das ist das richtig Tragische, finde ich.

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03.03.2016 13:23 lundi96 ist offline E-Mail an lundi96 senden Beiträge von lundi96 suchen Nehmen Sie lundi96 in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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@Lundi

Wir haben ja verschiedene Interpretationen der Geschichte von Annie P. in verschiedenen Kunstwerken. Da haben wir einmal den Filmennis so wie du ihn hier geschrieben hast und da haben wir den Opernennis der am Ende ewige Liebe und Treue schwört. Die Frage die ich mir auf Grund dessen was Cyanus über den Schwur des Opernennis gesagt hatte, gestellt habe war, in wie weit decken sich diese Charaktere noch mit dem Urennis aus dem Buch.

Zitat:
Als er z.B. Alma jun. sagt, sie könne nicht bei ihm wohnen, ist ihm ihre Enttäuschung sehr wohl klar und er bleibt trotzdem dabei. Und auch als er absagt zu ihrer Hochzeit zu kommen. Und genau da ändert er ja sein Verhalten, als er ihre Enttäuschung bemerkt und sagt sein Kommen doch zu, obwohl er dann Ärger mit seinem Chef kriegt.


Das kommt im Buch ja beides SO nicht vor, möglicherweise stand der Buchennis gar nicht vor diesen Entscheidungen und wenn doch ist es mehr als fraglich ob er genau so entschieden hätte. Dieser Auszug aus dem Buch lässt eher das Gegenteil vermuten

"Lange Zeit machte er keinen Versuch mehr, seine Töchter zu sehen, glaube sie würden schon zu ihm kommen, wenn sie erst alt und gescheit genug wären, von Alma wegzuziehen."

Hier sieht es eher so aus als hätte Ennis seine Töchter bereitwillig bei sich wohnen lassen.

Zitat:
Und ich glaube, dass ihm die Sinnlosigkeit von seinem Verzicht auf ein gemeinsames Leben angesichts Jacks Tod bewusst geworden ist. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich gedacht hat, dann hätten sie auch zusammen leben können...


Ich denke der Glaube an den Mord und den vom alten Twist erwähnten Nachbarn als Mordmotiv zeigt ganz deutlich das Ennis seine Paranoia selbst am Ende der Geschichte nicht ablegen konnte.

Zitat:
Ich denke schon, dass Ennis geliebte Menschen enttäuscht und verletzt hat und sich dessen durchaus bewusst war.


Ich denke er hat schon gemerkt das alles was er hat richtig machen wollen, komplett schief gegangen ist. Das hat ihn auch ungemein schwer belastet und diese innere Zerrissenheit erzeugt. Aber ich glaube er hatte nicht die leiseste Ahnung was er hätte anders machen können.
Ennis hat sich eine halbe Ewigkeit mit seinem homosexuellen Ich überhaupt nicht identifizieren können und selbst als er das geschafft hat am Ende der Geschichte, hat er nicht gewusst wie er das in sein Leben einfädeln sollte. Das Buch endet ja damit das da für Ennis immer eine Lücke sein würde und er findet sich letzten Endes damit ab diesen Schmerz den diese Lücke erzeugt sein Leben lang aushalten zu müssen.

@Schwur

Ich glaube wenn dieser Schwur pathetisch und mit so viel schönen Worten daher gekommen wäre, es hätte mir ehrlich gesagt weniger weh getan...aber da steht dieser einfache Mann vor nichts als diesen zwei Hemden und dann bringt er in seinem einfachen Geist diese wenigen Worte zustande die alles ausdrücken was er so empfindet und was er gar nicht richtig in Gedanken fassen kann und er tut einem so unendlich Leid dabei gerade weil man weiß das damit so ganz und gar nicht fertig wird....und dann kommt diese Wut auf alle die Menschen um ihm herum, die ihm hätten helfen müssen.
03.03.2016 14:26 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

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Zitat:
Original von Kessi
Ich denke der Glaube an den Mord und den vom alten Twist erwähnten Nachbarn als Mordmotiv zeigt ganz deutlich das Ennis seine Paranoia selbst am Ende der Geschichte nicht ablegen konnte.


Das will ich gar nicht abstreiten. Aber Tatsache ist, dass es auch nicht hätte schlimmer kommen können, wenn sie zusammen gelebt hätten - worin lag also der Sinn, es nicht zu tun. Ich glaube, das hat Ennis schon begriffen. Vermutlich noch nicht bei Jacks Eltern, da war er mit anderen Gedanken beschäftigt, aber später schon.

Allerdings gehe ich immer ausschließlich vom Film-Ennis aus, denn nur der ist mir präsent. Das Buch habe ich nur 1 x vor ewigen Zeiten gelesen (bzw. 2 x, wenn man die leicht gekürzte Hörbuch-Lesung mitzählt) und die Oper auch nur 1 x gesehen. Das habe ich beides nicht mehr so im Kopf, dass ich es mit einbeziehen oder darüber diskutieren könnte. Habt Ihr denn hier von dem Schwur in der Oper geredet? Ich hatte es auf den Film-Schwur bezogen. Und wie gesagt ich könnte gerade selbst nicht beurteilen, ob ich da einen Unterschied in den verschiedenen Versionen sehen würde oder nicht.

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04.03.2016 10:33 lundi96 ist offline E-Mail an lundi96 senden Beiträge von lundi96 suchen Nehmen Sie lundi96 in Ihre Freundesliste auf

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Zitat:
Original von lundi96


Das will ich gar nicht abstreiten..... Ich glaube, das hat Ennis schon begriffen. Vermutlich noch nicht bei Jacks Eltern, da war er mit anderen Gedanken beschäftigt, aber später schon.

.


Komme hier endlich mal zum antworten smile

Es ist immer die Frage in wie weit ich die Welt erkenne in der ich lebe. In früheren Zeiten glaubte man bei Gewitter fährt der Donnergott Thor mit einem riesigem Wagen über den Himmel.
Das Wissen das wir heute haben, fußt auf einem Auseinandersetzen mit diesem Thema, so haben wir begriffen.

Was wir bei Ennis haben ist ein Bild das sich eingeschliffen hat in seiner Kindheit und das seit dem nie verändert wurden ist. Ennis glaubt, wenn man schwul ist, dann würden die Nachbarn das irgendwann herausfinden und wenn sie das herausfinden, würden sie einen mit einem Wagenheber umbringen.
Die Geschichte aus seiner Kindheit passt Ennis nun an gewisse Eckpunkte seines eigenen Lebens permanent an. Er misstraut allen seinen Nachbarn und redet sich ständig ein alle wüssten über ihn Bescheid. Er hat so eine gewaltige Angst davor das er Alma fast schlägt als sie das anspricht und anschließend davon rennt und sich nicht mehr blicken lässt.
Wenn er mit Jack zusammen ist kommen ständig die Wagenheber mit ins Spiel...wenn sein Vater noch leben würde käme er damit garantiert durch die Moteltür und sogar ganz harmlose Löffel in den Bohnendosen auf dem Brokeback werden in seinen Träumen zu Wagenhebern.
Als Jack gestorben ist und Ennis von seinem Tod erfährt assoziiert er wieder alles mit den Erlebnissen aus seiner Kindheit. Der geplatzte Reifen von Jack führt ihn gedanklich zu einer Reifenpanne und von dieser zum Wagenheber und so wird in Ennis Gedanken aus einem normalen Unfall ein Mord.
Bei dem alten Twist hört er von einem Nachbarn, er dichtet Jack eine sexuelle Beziehung zu ihm an und hat so das Mordmotiv.
Er erkennt die Widersprüche in seinen Gedanken genau so wenig wie die frühen Menschen erkennen konnten, das ein Wagen genau so vom Himmel fallen würde, wie ein Apfel vom Baum.

Zitat:
Aber Tatsache ist, dass es auch nicht hätte schlimmer kommen können, wenn sie zusammen gelebt hätten - worin lag also der Sinn, es nicht zu tun.


Ennis hat sich das alles so zurecht gedreht das er zu der Überzeugung gekommen ist das Jack aus genau dem gleichen Grund und auf genau die gleiche Art und Weise ermordet wurden ist wie der Rancher aus seiner Kindheit.
Was ihn in seiner Vorstellung bestärkt, das zwei Männer nicht zusammen leben dürfen und Jack besser nichts mit seinem Nachbarn hätte anfangen sollen, sondern so vorsichtig hätte bleiben sollen, wie er, Ennis, das immer gesagt hat.
Nach dem Lebensmotto lebt er ja dann auch weiter, denn das Buch zeigt das er bis ins hohe Alter allein bleibt.
Fakt ist aber das nie jemand von einem Mord oder einer Affäre geredet hat und der einzige der diese Theorie entwickelt hat Ennis selber ist.
Letzten Endes hat Ennis nur darum Recht weil er sich das so hingebogen hat das er Recht hat...

Wenn man die Geschichte ins richtige Licht rückt, dann kommt natürlich eine ganz andere Interpretation bei raus. Man kann zum Mond fliegen und heil da wieder runter kommen und über eine Teppichkante stolpern und sich das Genick brechen. Das Leben ist nie vorhersehbar und nichts wiederholt sich zwangsläufig.
Ennis hatte das ganze Leben davor Angst er und Jack könnten ermordet werden und dann stirbt Jack bei einem simplen Unfall...ja du hast Recht, es hätte nicht schlimmer kommen können, wenn sie zusammen gelebt hätten.
Aber wie gesagt, das sieht Ennis ja SO nicht.

@Der Schwur

Die Tragik hinter der Geschichte, die kaum auszuhalten ist, ist das Jack in dem Moment stirbt als Ennis es schafft sich zu ihm zu bekennen. Er hat nicht mehr die Möglichkeit Jack irgendwas zu sagen oder zu zeigen und Jack wird das auch nie hören oder fühlen können.
Bei den Twist wird Ennis wohl klar, wie sehr Jack ihn geliebt hat und wie wenig er jetzt noch für ihn tun kann,die Asche bleibt ihm ja verweigert.
Alle was ihm von Jack bleibt sind diese Hemden und weil es anders nun nicht mehr geht, leistet er vor ihnen diesen längst überfälligen Schwur.
Es ist als ob er eine Ehe schließt...man kann da sicherlich viele Worte bei sagen, aber im Prinzip sind die alle irrelevant, es geht eigentlich nur darum sich zu einem anderen Menschen zu bekennen.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kessi: 01.11.2016 02:54.

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Zitat:
Original von Kessi
Die Tragik hinter der Geschichte, die kaum auszuhalten ist, ist das Jack in dem Moment stirbt als Ennis es schafft sich zu ihm zu bekennen.


Das habe ich immer anders gesehen. Ennis konnte sich nur DURCH Jacks Tod zu ihm bekennen. Ich glaube, wenn Jack weitergelebt hätte, hätte auch Ennis weitergemacht wie bisher. Ich glaube, sein Mut z.B. Lureen anzurufen oder Jacks Eltern zu besuchen rührte nur daher, dass nun sowieso alles egal war, dass er Jack damit nicht mehr gefährden konnte. Z dessen Lebzeiten hätte er das niemals gemacht.

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01.11.2016 16:40 lundi96 ist offline E-Mail an lundi96 senden Beiträge von lundi96 suchen Nehmen Sie lundi96 in Ihre Freundesliste auf

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@Lundi

Ich denke Ennis Selbstreflexion ändert sich durch die Widersprüche und ist ein sehr langer Prozess der mit dem Schwur sein Ende findet.
Es geht ja darum das Ennis es schafft seine Homosexualität anzunehmen was im Bezug auf Jack bedeutet das er sich eingestehen kann das er JACK liebt.
Im Buch sind ja seine Problem diesbezüglich so beschrieben:

"....das Ennis ihm damals nicht ins Gesicht sehen wollte, weil er nicht sehen oder spüren mochte, das es Jack war den er in den Armen hielt. Und vielleicht, dachte er, waren sie nie recht viel weiter gekommen"

Die Akzeptanz dessen wie er war, hätte aber nicht dazu geführt das Ennis ein Zusammenleben mit Jack in Erwägung gezogen hätte.
Diese Änderung erscheint uns von daher ziemlich gering aber für Ennis war sie ein ganz gewaltiger Schritt.
02.11.2016 04:18 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

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Das sehe ich auch so, aber ich glaube trotzdem, dass er durch Jacks Tod da weitergekommen ist als er es geschafft hätte, wenn Jack noch leben würde.

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02.11.2016 10:27 lundi96 ist offline E-Mail an lundi96 senden Beiträge von lundi96 suchen Nehmen Sie lundi96 in Ihre Freundesliste auf

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Ich hab gerade zufällig eine Webseite gesehen, wo jemand nach der Bedeutung von "Jack, ich schwör's " fragt. Eine der Antworten lautet:

Eine Variante ist, dass es Jacks letzter Wille ist, dass seine Asche in den Brokeback Mountains verstreut wird.
Und Ennis schwört am Schluss, seinen letzten Willen zu erfüllen.
Jacks Mutter machte mit Gesten und Mimik deutlich, dass sie von Ennis und Jack wusste.

Ennis hat das Hemd von Jack bekommen. Darin eingewickelt die Urne, damit Jacks Vater das nicht merkt.


"Quelle"

Auf diese Idee bin ich noch nie gekommen, haltet ihr das für möglich? Blink

Kessi hat zumindest mal etwas Ähnliches in Betracht gezogen:

Zitat:

Jacks Mutter ist eine indirekte Frau und ich denke es gibt für sie viele Möglichkeiten Jacks Wunsch zu erfüllen.
Rein theoretisch könnte sie die Asche auch einfach aus der Urne rausmachen, ein bisschen Asche vom Herd rein und den alten Twist DAS beerdigen lassen, während sie Ennis die richtige Asche gibt.
Vielleicht kann sie auch mit den Kosten für die Beerdigung argumentieren während das Verstreuen der Asche hingegen nichts kostet...und da Ennis bereit ist es zu tun, spart man sogar Sprit und Zeit.
Wie gesagt es gibt viele Möglichkeiten für Jacks Mutter.


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31.12.2018 17:42 Uschi ist offline E-Mail an Uschi senden Beiträge von Uschi suchen Nehmen Sie Uschi in Ihre Freundesliste auf

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Hm, ich denke, dass das dann expliziter gezeigt worden wäre. Bei Jacks Todesursache ist man ja bewusst unklar geblieben, aber warum sollte man das hierbei machen. Zudem wäre ich ohne ein Forum niemals auf diese Idee gekommen, soll heißen, wenn sie doch bewusst eine weitere ungeklärte Frage in den Film bringen wollten, dann haben sie dafür meiner Meinung nach viel zu wenig Hinweise gegeben.

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31.12.2018 18:59 lundi96 ist offline E-Mail an lundi96 senden Beiträge von lundi96 suchen Nehmen Sie lundi96 in Ihre Freundesliste auf

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Ich persönlich glaube ja nicht an die Asche Theorie, für mich bedeutet "Jack, I swear" etwas anderes. Aber ja, Kessi war glaube ich auch eine Vertreterin der Asche Theorie.

Zitat:
Original von Uschi
Ennis hat das Hemd von Jack bekommen. Darin eingewickelt die Urne, damit Jacks Vater das nicht merkt.

"Quelle"


DAS halte ich nun gar nicht für möglich, dass im Hemd die Urne eingewickelt war. Ennis kommt doch mit dem eingerollten Hemd in der Hand runter und Jacks Mutter hält ihm eine Papiertüte auf, wo Ennis dann das Hemd reinstopft. Wo und wann genau soll denn die Urne darin eingewickelt worden sein? huh

@ lundi: ja, denke ich auch, dass das dann expliziter gezeigt worden wäre.
31.12.2018 19:05 AngLee ist offline E-Mail an AngLee senden Beiträge von AngLee suchen Nehmen Sie AngLee in Ihre Freundesliste auf

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Ich denke auch nicht, dass es bei dem Schwur um die Asche geht. Ich zitiere noch einmal aus dem Libretto der Oper, das ja von Annie Proulx stammt

Zitat:

Letzte Szene Ennis[Holding the Shirts]:
This is what's left, Jack. I got nothin else. Two shirts, the same Age now we was when we started. Couple a postcards. What I can remember. No pictures. No letters.. Can't even carry your ashes up to Brokeback. Hard to take.
Jack, I'm choked up with love. Love too late, too late.... My fault. My fault. I can't sleep. Bone tired, I can't sleep. Over and over them Pictures go through my head. Is it you or old Earl in the ditch? Can't talk to nobody about you. My secret. Nobody knows even now. There is a price for that secret. When something bad happens a man with a secret can't show pain. Feels like my heart's cut out, nothin there, but a little stain a blood. And if you can't fix it you got to stand it. I know that. All them years I told you "No, No, No" I never give you nothin but "No". I never give you nothin and never said what you wanted my to say. I got only one thing I can give you now. Jack, I swear I swear there will neverbe anybody but you. It was only you in my life and it will always, always be only you, only you. Jack I swear.


Die Quelle sind die Noten (Partitur) , die ich damals hatte. Leider musste ich die wieder zurück schicken.
31.12.2018 21:04 gerhardr ist offline E-Mail an gerhardr senden Beiträge von gerhardr suchen Nehmen Sie gerhardr in Ihre Freundesliste auf

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