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Zum Ende der Seite springen Jack ich schwörs...!?! 4 Bewertungen - Durchschnitt: 9,754 Bewertungen - Durchschnitt: 9,754 Bewertungen - Durchschnitt: 9,754 Bewertungen - Durchschnitt: 9,754 Bewertungen - Durchschnitt: 9,75
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Kessi Kessi ist weiblich
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Moment

Also ich finde hier ist das Buch wesentlich deutlicher. Annie schreibt:

"Ennis wußte monatelang nichts von dem Unfall...."
Sie schreibt UNFALL nicht MORD, ergo kann man also davon ausgehen das es ein Unfall war.
Dann geht es weiter
Lureen erzählt am Telefon wie Jack gestorben ist und Ennis Gedanken sind folgende:
"Nein, dachte er, sie haben ihn den Wagenheber spüren lassen"
also er hat schon die Bilder des Mordes vor Augen sicher ist sich Ennis aber noch nicht, denn es geht weiter.
"Er wußte nicht was es gewesen war der Wagenheber oder ein echter Unfall..."
Dann geht Ennis zu Jacks Eltern und Jacks Vater erzählt ihm von dem anderen Mann. Und dann ist sich Ennis sicher.
"Also wußte er jetzt das es der Wagenheber gewesen war..."
Die ganze Zeit beschreibt Annie immer nur Ennis Gedanken. Mehr nicht.

Wie gesagt für mich erscheint es einfach logisch, das Ennis Gedanken genau in die Richtung gehen, denn er hat sich ja ständig verfolgt gefühlt, hatte ständig Angst davor, das man ihn mit Jack sieht, ja sogar das man es ihm ansieht, und das er aus dem Grund ermordet wird, ganz klar das er bei Jacks Tod, der ein ganz normaler Unfall gewesen ist, so gedacht hat, das macht Sinn. Wenig Sinn macht für mich wenn Jack wirklich ermordet worden wäre, dann würde ja Ennis so eine Art Vorahnung gehabt haben, also das finde ich dann doch zu theatralisch, das ist für mich nicht realistisch.

Ich finde es auch Quatsch das jeder Schwule in dieser Zeit ermordet worden ist, das ist historisch und politisch völliger Blödsinn. Ich meine es war 1983..... Ich vergleiche das mal mit der Ausländerfeindlichkeit in Deutschland und ich denke so geht es auch ganz gut.

Wenn man als Farbiger in Deutschland lebt hat man es bestimmt nicht immer einfach. Sehr viel Menschen grenzen diese Leute aus. Die Vorurteile gehen von "Die nehmen uns die Arbeit weg" bis "Die versorgen unsere Kinder mit Drogen"
Ein großer Teil der Deutschen will einfach mit den Leuten nichts zu tun haben, geht ihnen aus dem Weg, sie werden schlecht integriert, haben es wesentlich schwerer als andere Menschen. Sie sind Anpöbeleien stärker ausgesetzt und dummen Witzen. Und natürlich gibt es auch viele Rechte, Gewaltäter, und es passiert auch häufiger das Farbige von denen angepöbelt werden, oder geschlagen usw. und es kommt auch vor, das es dabei Todesfälle gibt. Die Regel ist es allerdings nicht.

Wenn man nun behaupten würde, Ennis und Jack wären auf jeden Fall ermordet worden, weil fast jeder Homosexuelle der sich öffentlich dazu bekannt hat, ermordet wurde, ist es das Gleiche als würde man sagen jeder Schwarze der in Deutschland heute lebt wird ermordet und das ist Quatsch. Es passiert, das will ich nicht in Abrede stellen aber die meisten Farbigen in Deutschland und auch Homosexuellen im ländlichen Amerika bleiben am Leben. Die Wahrscheinlichkeit das Ennis und Jack am Leben geblieben wären und ein schönes wenn auch schwieriges Leben gehabt hätten ist um etliches höher als das sie ermordet wurden wären.

Ich denke für Ennis ist das alles ein wenig komplizierter. Er empfindet Homosexualität als etwas Falsches, Dreckiges, Verbotenes. Und er will auf keine Fall so einer sein, das ist Ennis größtes Problem, ER WILL NICHT SCHWUL SEIN. Aber seine Liebe und sein Verlangen nach Jack ist stärker und so kommt er in Konflikt damit. Ich stelle mir das so vor, ( das ist jetzt ein total blödes Beispiel) wenn man Diät macht. Man ist zu dick und fühlt sich häßlich und falsch fühlt sich das auch an. (sagt einem ja jeder Arzt) und darum will man nicht so sein und versucht die ganze Zeit auf die Ernährung zu achten. Eine Weile geht das gut und dann kommt der Heißhunger auf die Schokolade....und hinterher fühlt man sich wieder schlecht, weil man das was man getan hat eben für falsch hällt. Aber die Schokolade ist eben stärker großes Grinsen
Und genau wie die meisten Dicken mit den Diäten, kämpft Ennis gegen seine Homosexualität.

Ich denke das erst Jacks Tod ihn zur Vernunft bringt und er sieht wie sinnlos das alles gewesen ist.

Das ist am Ende ein bisschen so als wenn man sein ganzes Leben auf Schokolade verzichtet und dann bekommt man doch Zucker und einen hohen Cholesterinspiegel und Gelenkprobleme oder man sieht Scheiße aus...Da denkt man sich doch dann auch: "Hättest du bloß nicht auf das gehört was alle gesagt haben, da hättest du dein Leben auch genießen können...." Und ich denke ein bisschen ist es so bei Ennis, er begreift das die Dinge eben trotzdem passiert sind die er immer vermeiden wollte und das es besser für ihn gewesen wäre, so zu leben wie er eben ist, als immer ein anderer sein zu wollen. Ich denke auch das Jacks Tod nur ein Endpunkt ist, auch die Trennung von Alma und das er nicht so wie er es will für seine Töchter da sein kann, sind ein wichtiger Eckpunkt.
26.05.2007 01:35 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

Andi Andi ist weiblich
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Zitat:
Original von DerMoment1608
Im Laufe der Monate ohne Jack setzt dann bei ihm, meiner Ansicht nach, durch die Trauer und dem Gefühl des Verlusts, durch das Wissen, dass er Jack für immer verloren hat, eine Veränderung ein. Er fühlt sich immer noch darin bestätigt, dass 2 Männer nicht zusammenleben können ohne irgendwann umgebracht zu werden. Aber er fühlt sich nicht mehr darin bestätigt, sein Leben richtig gelebt zu haben. Dass es richtig war, sich nur ganz selten mit Jack zu treffen um sich und Jack zu schützen. Denn obwohl er das gemacht hat, ist Jack tot. Die logische Konsequenz: Egal, ob er sich nur ganz selten im nirgendwo mit Jack getroffen hätte, so wie es geschehen ist, oder ob er mit Jack zusammen gelebt hätte, in beiden Fällen hätte/hat dies zum Tode Jacks geführt. Der einzige Unterschied: Einmal wäre Ennis dabei selbst mit drauf gegangen, oder, wie es jetzt der Fall ist, er lebt noch.
Aber dieser Zustand, in dem Ennis jetzt ist, ist eigentlich schlimmer als der Tod. Er ist voller Trauer und nur noch ein Wrack. Ohne Jack weiter leben zu müssen ist um vieles schlimmer als tot zu sein. Und alles, auf das er zurück blicken kann sind eine Handvoll Treffen in den letzten Jahren. Addiert wenige Wochen im Verhältnis zu so vielen Jahren der Trennung. Und ihm bleibt das Wissen, dass er Jack immer weh getan hat. Und so kommt der Gedanke, dass es vielleicht doch besser gewesen wäre, auf Jacks angebot einzugehen. Vielleicht hätten sie nur ein paar Monate oder Jahre zusammen gehabt und dann wären die Männer mit dem Wagenheber gekommen. Aber diese kurze Zeit zusammen wäre viel besser gewesen, als 16 Jahre der Entfernung mit weniger Treffen plus der Folgezeit vollkommen ohne Jack. Lieber ein kurzer Moment des Glücks, als ein Leben, wo man dieses Glück nie gehabt hat.

Ob Ennis aber anders gehandelt hätte, wenn er noch mal die Zeit zurückdrehen könnte? Ich glaube es trotzdem nicht. In Gedanken lässt sich alles immer leicht ausmalen. Es in die Realität umzusetzen, wenn man noch mal die Chance hat, ist dagegen etwas ganz anderes.


So in etwa sehe ich das ganze auch.

Ennis begreift durch Jacks Tod einfach, dass er sich sein ganzes Leben lang etwas vorgemacht hat und dass es falsch war, sich und Jack seine wahren Gefühle nicht zu gestehen. Und das sieht er nicht aus dem Grund so, weil er seine Phobie überwunden hätte, sondern weil es ihm jetzt ohne Jack schlechter geht, als er es ertragen kann und es seiner Meinung nach auf Gleiche rausgekommen wäre, wenn er mit Jack zusammengelebt hätte, nämlich dass Jack so oder so gestorben wäre. Und diese Erkenntnis lässt ihn begreifen, was er verschenkt hat.
26.05.2007 01:52 Andi ist offline Beiträge von Andi suchen Nehmen Sie Andi in Ihre Freundesliste auf

Huck Finn Huck Finn ist männlich
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Hallo, DerMoment1608!

Zitat:
Original von DerMoment1608 Aber er fühlt sich nicht mehr darin bestätigt, sein Leben richtig gelebt zu haben. Dass es richtig war, sich nur ganz selten mit Jack zu treffen um sich und Jack zu schützen. Denn obwohl er das gemacht hat, ist Jack tot. Die logische Konsequenz: Egal, ob er sich nur ganz selten im nirgendwo mit Jack getroffen hätte, so wie es geschehen ist, oder ob er mit Jack zusammen gelebt hätte, in beiden Fällen hätte/hat dies zum Tode Jacks geführt. Der einzige Unterschied: Einmal wäre Ennis dabei selbst mit drauf gegangen, oder, wie es jetzt der Fall ist, er lebt noch.


Genauso sehe ich das auch. Habe ich auch versucht in meinen Beiträgen zum Ausdruck zu bringen.

Zitat:
Aber dieser Zustand, in dem Ennis jetzt ist, ist eigentlich schlimmer als der Tod. Er ist voller Trauer und nur noch ein Wrack. Ohne Jack weiter leben zu müssen ist um vieles schlimmer als tot zu sein...... ........
.......Aber diese kurze Zeit zusammen wäre viel besser gewesen, als 16 Jahre der Entfernung mit weniger Treffen plus der Folgezeit vollkommen ohne Jack. Lieber ein kurzer Moment des Glücks, als ein Leben, wo man dieses Glück nie gehabt hat.


Eben das ist es! Und genau das geht ihm m.M. auch durch den Kopf. Ich habe das halt so fomuliert in der Art, dass "sein Opfer" der Zurückhaltung ( was ihm ja auch nicht leicht gefallen ist, denn Gewissenbisse hatte er ja schon. Sah er doch auch die Enttäuschung von Jack, spätestens nach seiner Scheidung ), nichts gebracht hat. Gut er lebt jetzt zwar, aber was für ein Leben ist es?

Ich finde, Du hast es gut auf den Punkt gebracht.

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26.05.2007 18:44 Huck Finn ist offline Beiträge von Huck Finn suchen Nehmen Sie Huck Finn in Ihre Freundesliste auf

Huck Finn Huck Finn ist männlich
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Hallo, Kessi!
Zitat:
Original von Kessi
Ich finde es auch Quatsch das jeder Schwule in dieser Zeit ermordet worden ist, das ist historisch und politisch völliger Blödsinn. Ich meine es war 1983.....


Schließe mich Deiner Meinung an. In dem Zusammenhang schreibt ja Annie Proulx auch: " Obwohl Schwule an vielen Orten Wyomings in Harmonie mit ihrer Gemeinschaft gelebt haben und leben, dass ein Jahr nach dem Erscheinen von Brockback Mountain Matthew Shepard an einen Wildzaun gefesselt worden war...etc.

Also man kann auf keinen Fall immer den dramatischen Schluß ziehen, dass zwei Schwule, die in der Pampa irgendwo zusammenleben immer gleich um ihr Leben fürchten mußten. Das Ennis diese Paranoia entwickelt hatte, hat hauptsächlich mit seinem Erlebnis als neunjähriger zu tun. Jack ist schließlich auch in Wyoming aufgewachsen, hatte auch keinen liberalen Vater und ist trotzdem etwas unverkrampfter damit umgegangen.

Zitat:
Wenn man nun behaupten würde, Ennis und Jack wären auf jeden Fall ermordet worden, weil fast jeder Homosexuelle der sich öffentlich dazu bekannt hat, ermordet wurde, ist es das Gleiche als würde man sagen jeder Schwarze der in Deutschland heute lebt wird ermordet und das ist Quatsch.


Genau diesen Automatismus sehe ich nämlich auch nicht.

Zitat:
Da denkt man sich doch dann auch: "Hättest du bloß nicht auf das gehört was alle gesagt haben, da hättest du dein Leben auch genießen können...." Und ich denke ein bisschen ist es so bei Ennis, er begreift das die Dinge eben trotzdem passiert sind die er immer vermeiden wollte und das es besser für ihn gewesen wäre, so zu leben wie er eben ist, als immer ein anderer sein zu wollen.


Eben. Ich vermute mal auch, dass es das ist was Ennis letztlich umtreibt. Und das macht die ganze Sache noch tragischer.

__________________

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Huck Finn: 26.05.2007 18:58.

26.05.2007 18:57 Huck Finn ist offline Beiträge von Huck Finn suchen Nehmen Sie Huck Finn in Ihre Freundesliste auf

Fricky Administrator Fricky ist weiblich
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Themenstarter Thema begonnen von Fricky
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Zitat:
Wenn man nun behaupten würde, Ennis und Jack wären auf jeden Fall ermordet worden, weil fast jeder Homosexuelle der sich öffentlich dazu bekannt hat, ermordet wurde, ist es das Gleiche als würde man sagen jeder Schwarze der in Deutschland heute lebt wird ermordet und das ist Quatsch.


Es geht eben manchmal nicht um die tatsächliche Wahrheit sondern um das wovon die eigene Überzeugung abhängt.
Ennis wird sich bestimmt keine Statistiken durchgelesen haben wieviel vermeintliche Schwule ermordet werden und wieviele nicht.
Er hat seine eigene Statistik...er kannte 3 schwule und alle drei sind Tod.
Glaube kann Berge versetzten oder eben auch nicht....

Zitat:
Da denkt man sich doch dann auch: "Hättest du bloß nicht auf das gehört was alle gesagt haben, da hättest du dein Leben auch genießen können...." Und ich denke ein bisschen ist es so bei Ennis, er begreift das die Dinge eben trotzdem passiert sind die er immer vermeiden wollte und das es besser für ihn gewesen wäre, so zu leben wie er eben ist, als immer ein anderer sein zu wollen.


Nö, Ennis hatte Angst umgebracht zu werden aber er lebt noch.
Er hatte keine Angst davor das Jack umgebracht wird sondern eher Angst um sein eigenes Leben. Jack ist aber Tod...
Was mit dem anderen Kerl ist weiß er garnicht.
Er weiß nur das es ihn vielleicht an Jacks stelle auch hätte treffen können wenn er genauso offen gewesen wäre wie Jack
Also: Ennis hatte Angst vor dem Tod. Gelehrt hat es ihm also: Wenn ich so lebe wie ich gelebt habe dann überlebe ich und alle die es anders machen und es versuchen sterben. Das war anscheinend bei allen so die er kannte ich denk nicht das er da in Statistiken und Quoten denkt.

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In true love the smallest distance is too great, and the greatest distance can be bridged.

27.05.2007 09:14 Fricky ist offline E-Mail an Fricky senden Beiträge von Fricky suchen Nehmen Sie Fricky in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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Fricky
Also ich interpretiere das anders.

Es ist richtig das Ennis Angst vor dem Tod hatte aber:
Erstens
Ich denke das seine Liebe zu Jack, stärker war als diese Angst. Sie hat zwar nicht für ein Zusammenleben gereicht aber Ennis hat nie von Jack lassen können.
Wenn seine Angst nun so groß gewesen wäre, dann hätte er die Beziehung beendet und dann hätte er Jack auch nicht vor seinem Haus geküsst. Die Gefühle für Jack waren so intensiv, das sie die Angst immer für kurze Zeit überlagert haben.
Und als Jack nun tot ist, hat Ennis gar nichts mehr und das ist für ihn schlimmer als der eigene Tod.

Zweitens
Ich denke das Ennis nicht nur Angst vor dem eigenen Tod hatte, er hatte auch Angst um Jack, hatte Angst das der getötet werden würde.
Er sagt ja "Wenn es UNS zur falschen Zeit am falschen Ort erwischt sind WIR tot"
Ennis hat gedacht das er das Richtige tut um sich und Jack zu schützen.

Aber am Ende denke ich das viele Dinge einfach nicht so bewußt gelaufen sind, Jack und Ennis sind einfache Männer. Für Ennis war es einfach falsch, die toten Rancher haben es bewiesen. Ich denke nicht das er so komplex darüber nachgedacht hat.
Als Jack dann tot ist ist Ennis Trauer unendlich, er merkt erst durch den Verlust wie sehr er Jack vermisst und wie sehr er ihn liebt und er will nichts mehr als ihn wieder zu haben und durch diese Gefühl wird alles andere eben klein dagegen, es füllt alles bei Ennis aus und macht dadruch alle aber auch alles selbst sein eigenen Leben sinnlos.

Ennis will nur seinen Jack wieder. Alle Dinge die ihm vorher wichtig waren sind es plötzlich nicht mehr. Es hat plötzlich alles eine andere Bedeutung.
27.05.2007 22:23 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

Markus89 Markus89 ist männlich
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Den Satz "Jack, ich schwörs..." interpretiere ich in etwa so. Ennis schwört Jack ihn nie zu vergessen und ihn immer in seinem Herzen und seinen Träumen zu tragen. Und dass er sich in Zukunft treu bleiben wird und auf seine innere Stimme hören will....

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08.06.2008 19:22 Markus89 ist offline E-Mail an Markus89 senden Beiträge von Markus89 suchen Nehmen Sie Markus89 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Markus89 in Ihre Kontaktliste ein

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Zitat:
Original von Markus89
Und dass er sich in Zukunft treu bleiben wird und auf seine innere Stimme hören will....

Wie genau meinst du das? In Bezug auf evtl einen neuen Mann?
Ich denke nicht, dass Ennis jemals eine neue Beziehung eingegangen ist... auch nicht mit einer Frau.
Er sieht auch mit Vierzig schon so "abgelebt" aus, er ist sicher nicht sonderlich alt geworden... unglücklich

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08.06.2008 23:01 LovelySmiley ist offline E-Mail an LovelySmiley senden Beiträge von LovelySmiley suchen Nehmen Sie LovelySmiley in Ihre Freundesliste auf

Markus89 Markus89 ist männlich
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Zitat:
Original von LovelySmiley
Zitat:
Original von Markus89
Und dass er sich in Zukunft treu bleiben wird und auf seine innere Stimme hören will....

Wie genau meinst du das? In Bezug auf evtl einen neuen Mann?
Ich denke nicht, dass Ennis jemals eine neue Beziehung eingegangen ist... auch nicht mit einer Frau.
Er sieht auch mit Vierzig schon so "abgelebt" aus, er ist sicher nicht sonderlich alt geworden... unglücklich


Glaube auch nicht, dass Ennis noch eine neue Beziehung eingehen wird. Sein Herz gehört bis an sein Lebensende Jack...
Ich denke dabei eher an zukünftige Entscheidungen die er in seinem Leben treffen muss. Ich glaube Ennis wird seine Entscheidungen nicht mehr davon abhängig machen, was als richtig angesehen wird, sondern was ihm sein Herz sagt!
Das hat er ja schon in dem Gespräch mit Alma jun. bewiesen. Er hat sich entschieden auf die Hochzeit seiner Tochter zu gehen und somit der Arbeit die Kalte Schulter zeigt. Das ist für mich ein klares Zeichen, dass es Ennis wirklich ernst damit meint.
Kann mir auch gut vorstellen, dass er seine Gefühle nicht mehr vor anderen Menschen versteckt und Jack in der Öffentichkeit verteidigen würde. Ich glaube wirklich, dass Ennis aus seinen Fehlern gelernt hat.

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08.06.2008 23:40 Markus89 ist offline E-Mail an Markus89 senden Beiträge von Markus89 suchen Nehmen Sie Markus89 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Markus89 in Ihre Kontaktliste ein

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Zitat:
Original von Markus89
Ich denke dabei eher an zukünftige Entscheidungen die er in seinem Leben treffen muss. Ich glaube Ennis wird seine Entscheidungen nicht mehr davon abhängig machen, was als richtig angesehen wird, sondern was ihm sein Herz sagt!
Das hat er ja schon in dem Gespräch mit Alma jun. bewiesen. Er hat sich entschieden auf die Hochzeit seiner Tochter zu gehen und somit der Arbeit die Kalte Schulter zeigt. Das ist für mich ein klares Zeichen, dass es Ennis wirklich ernst damit meint.

Da geb ich dir recht. Wobei er sicher nicht von heute auf morgen ein anderer Mensch geworden ist, das ist ja ein Prozess, der sehr langsam geht. Aber ich denke, wenn Jack plötzlich wieder lebendig geworden wäre, hätte Ennis sich für ein gemeinsames Leben entschieden. Das ist ja auch das Tragische.
Ich hab auch das Gefühl, dass Ennis das mit in seinen Schwur hineinlegt: dass er, wenn er schon früher gewusst hätte, dass es so sehr weh tut, Jack zu verlieren, längst auf Jacks Angebot eingegangen wäre, trotz aller Ängste und Vorurteile und Scham.

Zitat:
Original von Markus89
Kann mir auch gut vorstellen, dass er seine Gefühle nicht mehr vor anderen Menschen versteckt und Jack in der Öffentichkeit verteidigen würde. Ich glaube wirklich, dass Ennis aus seinen Fehlern gelernt hat.

Naja ich denke, so ganz so schnell geht das nicht, jedenfalls nicht mit der Öffentlichkeit. Aber schon vor Alma (bei Thanksgiving) hat Ennis Jack ja auch verteidigt (wenn auch sehr aggressiv), das stimmt. Allerdings denke ich nicht, dass Ennis von sich aus jemandem von seinen Gefühlen erzählt, sein ganzes Leben nicht. Was ich mir vorstellen könnte ist, dass er (falls er noch mal nach LF gefahren ist) mit Jacks Mutter über Jack geredet hat und vielleicht auch indirekt über seine Gefühle für ihn, sie hatte diese verstehende Art, die Ennis ja schon bei seinem ersten Besuch geholfen hat. Mehr Offenheit bezüglich seiner Liebe zu Jack war aber meiner Meinung nach nicht drin.

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08.06.2008 23:56 LovelySmiley ist offline E-Mail an LovelySmiley senden Beiträge von LovelySmiley suchen Nehmen Sie LovelySmiley in Ihre Freundesliste auf

Markus89 Markus89 ist männlich
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Original von Markus89
Ich denke dabei eher an zukünftige Entscheidungen die er in seinem Leben treffen muss. Ich glaube Ennis wird seine Entscheidungen nicht mehr davon abhängig machen, was als richtig angesehen wird, sondern was ihm sein Herz sagt!
Das hat er ja schon in dem Gespräch mit Alma jun. bewiesen. Er hat sich entschieden auf die Hochzeit seiner Tochter zu gehen und somit der Arbeit die Kalte Schulter zeigt. Das ist für mich ein klares Zeichen, dass es Ennis wirklich ernst damit meint.

Da geb ich dir recht. Wobei er sicher nicht von heute auf morgen ein anderer Mensch geworden ist, das ist ja ein Prozess, der sehr langsam geht. Aber ich denke, wenn Jack plötzlich wieder lebendig geworden wäre, hätte Ennis sich für ein gemeinsames Leben entschieden. Das ist ja auch das Tragische.
Ich hab auch das Gefühl, dass Ennis das mit in seinen Schwur hineinlegt: dass er, wenn er schon früher gewusst hätte, dass es so sehr weh tut, Jack zu verlieren, längst auf Jacks Angebot eingegangen wäre, trotz aller Ängste und Vorurteile und Scham.

Zitat:
Original von Markus89
Kann mir auch gut vorstellen, dass er seine Gefühle nicht mehr vor anderen Menschen versteckt und Jack in der Öffentichkeit verteidigen würde. Ich glaube wirklich, dass Ennis aus seinen Fehlern gelernt hat.

Naja ich denke, so ganz so schnell geht das nicht, jedenfalls nicht mit der Öffentlichkeit. Aber schon vor Alma (bei Thanksgiving) hat Ennis Jack ja auch verteidigt (wenn auch sehr aggressiv), das stimmt. Allerdings denke ich nicht, dass Ennis von sich aus jemandem von seinen Gefühlen erzählt, sein ganzes Leben nicht. Was ich mir vorstellen könnte ist, dass er (falls er noch mal nach LF gefahren ist) mit Jacks Mutter über Jack geredet hat und vielleicht auch indirekt über seine Gefühle für ihn, sie hatte diese verstehende Art, die Ennis ja schon bei seinem ersten Besuch geholfen hat. Mehr Offenheit bezüglich seiner Liebe zu Jack war aber meiner Meinung nach nicht drin.


Stimmt,hätte mich ein bisschen klarer ausdrücken sollen^^ Das ist mit Sicherheit ein langwieriger Prozess und das passiert sicher nicht von heute auf morgen.

Von sich aus wird Ennis nur den wenigsten von seinen Gefühlen für Jack erzählen(vielleicht wird er mit Alma jun. darüber reden und irgendwann sogar mal mit seiner Exfrau) Ich glaube aber, wenn jemand Ennis direkt darauf ansprechen würde oder Jack in seiner Gegenwart in den Dreck gezogen wird, dann würde er eingreifen und sich auf die Seite von Jack stellen. Mag sein,dass er wieder agressiv reagieren wird. Aber auf jeden Fall wird er sich für Jack einsetzten. So denke ich zumindest darüber.

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09.06.2008 00:03 Markus89 ist offline E-Mail an Markus89 senden Beiträge von Markus89 suchen Nehmen Sie Markus89 in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Markus89 in Ihre Kontaktliste ein

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Der Schwur - da habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht, was Ennis da meint. Ich habe Eure Gedanken dazu hier gelesen und wollte jetzt auch mal meine mitteilen. Dazu muss ich aber ein bisschen ausholen:

Als Ennis nach Jacks Tod mit Lureen und Jacks Vater spricht, fand ich dabei entsetzlich peinsam und Ennis sicherlich auch, dass Jack von seinen nächsten Leuten nicht "wertgeschätzt" wird. Ich meine, Jack ist gerade tragisch gestorben und sowohl Lureen als auch Jacks Vater sagen negative Sachen über ihn. Das ist so fürchterlich. Jack war so ein liebenswerter, wertvoller Mensch.
Ich glaube, Ennis hat bis dahin wirklich nicht gewusst, wie schwierig Jacks Leben war. Auch nach dem letzten Gespräch am See war ihm das nicht wirklich klar. Ich glaube, dass Ennis bis dahin gedacht hat, dass es Jack doch ganz gut getroffen hat: Er ist immer noch verheiratet, also insofern nicht - so wie Ennis selbst - "gescheitert"; er hat keine finanziellen Sorgen; er hat seine Eltern noch, mit denen er sich immerhin noch so gut versteht, dass er sie regelmäßig besuchen geht etc.
Und dann muss Ennis feststellen, dass Jack von allen als Träumer belächelt wird (etwas, was er ihm selbst sogar auch schon vorgeworfen hatte), dass er gesoffen hat und dass alle so enttäuscht von ihm sind, dass sie sogar nach seinem Tod nichts Gutes über ihn zu sagen haben. Klar, er wusste, dass Jacks Ehe nicht gut läuft und sein Vater ein Ekel ist - aber dass es so schlimm ist, dass sie alle regelrecht über Jack herziehen, ich glaube, das wusste er nicht.
Und - Ennis weiss, dass das seine Schuld ist: Denn der große Traum, den Jack hatte, nämlich mit Ennis eine Ranch zu bewirtschaften, der ist nur daran gescheitert, dass Ennis es nicht wollte. Jack hätte das durchgezogen.
Dann wäre der Vater zufrieden gewesen (ich denke, er hätte die Hilfe der beiden angenommen und hätte darüber, dass da zwei Männer zusammenleben, einfach hinweggesehen; er hätte es natürlich nicht gutgeheissen, aber hätte es toleriert, damit seine Ranch läuft). Und auch Lureen hätte damit gut leben können, dass Jack sich von ihr trennt. Sie war noch jung und hätte einen anderen Mann gefunden, einen, der ihre Träume vielleicht besser erfüllt. Und dass Jack nun mit einem Mann zusammenlebt, hätte in Texas niemand erfahren müssen; Lightning Flat ist weit weg.

All dies - und das Ausmaß von Jacks Liebe für ihn - wird Ennis erst nach dessen Tod klar.
Wie Jack in ihrer letzten Begegnung sagte: Ennis wusste den ganzen Rest nicht.
Und ich glaube, dass Ennis das meint, als er schwört: Dass er Jacks Wert kennt und schätzt und immer schätzen wird und dass er, hätte er all das vorher gewusst, ihn besser behandelt hätte und dass es ihm leid tut, das Jacks Leben - wegen ihm - gescheitert ist.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von mio: 29.10.2008 11:31.

29.10.2008 09:55 mio ist offline E-Mail an mio senden Beiträge von mio suchen Nehmen Sie mio in Ihre Freundesliste auf

wilderness wilderness ist weiblich
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Wow - mio!

Unheimlich tief gehende Gedanken und so toll ausgedrückt.

Ich hatte das: "Wenn du schon den Rest nicht weißt" , immer irgendwie mit der Mexico-Sache in Verbindung gebracht. Dass Ennis eben nicht wusste, wie oft Jack dort war.
Aber deine Gedanken lassen das alles in einem ganz anderen Licht erscheinen.
Dass Ennis wusste, oder glaubte, Jacks Leben ruiniert zu haben, dachte ich mir schon, dass die anderen Jack auch seinetwegen für einen Träumer hielten und vielleicht nicht ganz ernst genommen haben, wird mir erst jetzt klar.

Aber umso schlimmer erscheint die "Ich schwör`s dir Szene". Wie sollte Ennis das je wieder gut machen können oder Jack bei dessen Familie verteidigen? Da müsste er ja völlig aus sich herausgehen und denen erzählen, welch ein wundervoller Mensch Jack gewesen ist.
Schlimm genug, wenn sie das nicht selbst mitbekommen haben, aber für Ennis gibt es doch kaum noch eine Möglichkeit.
Er kann es nur noch bei den Menschen gut machen, die ihm geblieben sind - aber ein Weiterleben mit diesen Schuldgefühlen?
Man könnte, mit Ennis heulen und schwören, dass einem das selbst so nicht passiert!

__________________
Unser Feuer ist eine kleine warme Insel in der Nacht. Funken steigen auf und verglühen auf ihrem Weg zu den Sternen.Marlene Röder - "Zebraland"

29.10.2008 11:23 wilderness ist offline E-Mail an wilderness senden Beiträge von wilderness suchen Nehmen Sie wilderness in Ihre Freundesliste auf

Eva Eva ist weiblich
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Mio, also ich bin gerade restlos begeistert von deinem Interpretationsansatz und kann mich dem Lob von Wilderness absolut anschließen!

Es ist einfach fantastisch, dass man immer wieder neue Gedankenschübe zu der Geschichte von Ennis und Jack bekommt, vor allem durch neue Mitglieder des Forums. Super!

Besonders gut gefällt mir der Gedanke zu "...wenn du schon den ganzen Rest nicht kennst".
Ich habe mich schon oft gefragt, was es bedeuten soll. Im ersten Moment dachte ich auch immer, dass Jack damit seine Ausflüge nach Mexiko meint, von denen Ennis nichts wusste, aber wichtig ist der vorangegangene Satzteil: "Der Brokeback ist alles, was wir haben. Und ich hoffe, dass du wenigstens das weißt, wenn du schon den Rest nicht kennst."
Ich denke hier spielt Jack ganz deutlich auf das ruinierte Leben von beiden an. Der Brokeback war die einzige glückliche Zeit für beide. Ennis hat später immer nur seine eigenen Probleme gesehen, er hat stets Jack für sein gescheitertes Leben verantwortlich gemacht. Dass er aber auch für Jacks unglückliches Leben und vielleicht auch für seinen Tod mitverantwortlich ist, hat er nie bemerkt.

Das Schwören kann so vieles bedeuten:

Jack ich schwör´s dir.....
...dass ich alleine weiß, wer du wirklich warst.
...dass ich dich für immer in Ehren halten werde, egal was dein Vater oder deine Frau von dir hielten.
...dass ich dich niemals wieder gehen lassen würde.
...dass ich nie vergessen werde, dass du mir wahre Liebe angeboten hast, ich sie aber nie angenommen habe.

Es gibt sicherlich noch so viel mehr. Vielleicht könnten wir das mal zusammentragen? Jeder schreibt alle Sätze auf, die einem dazu einfallen.

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29.10.2008 15:24 Eva ist offline E-Mail an Eva senden Beiträge von Eva suchen Nehmen Sie Eva in Ihre Freundesliste auf

cyanus cyanus ist weiblich
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@ mio wilderness und Eva

Danke für die tollen Ausführungen.

1.Die Definition von "wenn du schon den Rest nicht weißt", mir ist jetzt erst wieder aufgefallen, dass ich immer Probleme mit dem Satz hatte, weil ich ihn nicht so recht fassen konnte eure Ausführungen haben mir echt Licht ins Dunkle gebracht.

2. "Ich schwör's dir"
Ich hatte vor vielen Monate hier alles gelesen, weil es für mich die Frage der Fragen war nachdem ich den Film gesehen hatte und mir sind viele Denkanstöße gegeben worden, aber die passende Beschreibung für meine Empfindungen bei dieser Szene waren nicht so recht dabei, erst deine Erklärung, mio, als Schwur an die Bewahrung Jacks Andenkens als der Mensch der er war, trifft es glaub ich. Ich sah nie in der Szenen eine Situation, in der ein Umbruch geschieht und Ennis losrennt und sein ganzes Leben ändert. Die Hemden, die Karte (wie um Buch die Träume) alles Dinge die jetzt Teil seines Lebens sind und immer wiederkehren und so auch der Schwur, für mich sagt er das nicht das erste Mal. Er erinnert sich an Jack und an die Erkenntnis nach seinem Tod und an dass was er sich seit dem geschworen hat.

Wobei ich auch so denke wie du Eva, dass so vielen Dinge in diesem Schwur liegen.

Ich schau dann immer auch gerne noch in das Buch wo Annie ja schreibt, dass Ennis schwört obwohl Jack das nie von ihm verlangt hat. Das impliziert für mich, dass es aber wichtig und schön gewesen wäre und das Jack es auch verdient hätte. Und das zeigt auch wieder warum er es denn jetzt macht.
Und so fühlt es sich für mich an wie ein: "zu dir stehen so wie du bist"

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29.10.2008 17:10 cyanus ist offline E-Mail an cyanus senden Beiträge von cyanus suchen Nehmen Sie cyanus in Ihre Freundesliste auf

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Es ist wirklich faszinierend wieviel Interpretationsmöglichkeiten der Film den Zuschauern lässt. Was mio geschrieben hat, ist sehr interessant und auch nachvollziehbar. Der Film ist so vielschichtig und uneindeutig durch das viele ungesagte, nichtgeklärte...je nachdem wie man bestimmte Szenen und Dinge interpretiert...ist das fast wie x-Filme zum Preis von einem.

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30.10.2008 09:16 wolkenhimmel ist offline Beiträge von wolkenhimmel suchen Nehmen Sie wolkenhimmel in Ihre Freundesliste auf

cornflake cornflake ist weiblich
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“Jack, I Swear”

The subtle trace of breeze upon my face,
The sound of crackling embers as they fade,
The biting cold that rips my weakened heart,
The words catch in my throat, too long delayed.

I feel the breath of whispered words so near,
They comfort through the thin cold mountain air.
That time of fear and longing intertwined…
Just for one single moment more - I swear.



When day is done I lie upon my bed,
Each lonely night, the same repeated prayer
To meet you once again in twilight sleep.
For just one single dream of you – I swear

To say I’d give my life is not enough,
This weathered weary heart’s not worth a dime.
The tragic truth will haunt me all my days,
I’ll bear the cross of blame that’s surely mine.


And as I slowly wake to morning rain,
I taste the tears still wet upon my face.
So desperate to reclaim my restless sleep,
Unwilling to release your sweet embrace.

But yes, the cold gray morning always finds me,
It knows not of my dreams and doesn’t care,
And so I rise to face the life I’ve chosen.
But oh, things would be different, Jack…I swear.

The world would be so different, I swear….

http://www.folkalley.com/openmic/song.php?id=10166



__________________


...und traten zusammen hinaus in den Nebel, der den Fuß ihres Leuchturmes immerwährend umgab. Und nach ein paar Schritten waren sie ganz darin verschwunden. (Nachtschatten)
04.12.2008 22:17 cornflake ist offline E-Mail an cornflake senden Beiträge von cornflake suchen Nehmen Sie cornflake in Ihre Freundesliste auf

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Wow, das ist wunderschön traurig

__________________
"You look like you wanna kiss me." - "I do." - "... go on then!"

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04.12.2008 22:31 LovelySmiley ist offline E-Mail an LovelySmiley senden Beiträge von LovelySmiley suchen Nehmen Sie LovelySmiley in Ihre Freundesliste auf

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Oh, corny, das ist ja wunderschön! Ich schmelz dahin.
Wo hast Du solche Sachen bloß immer her? Vielen Dank dafür!
LG
Candy

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Der Weg zur Hölle ist immer mit guten Vorsätzen gepflastert. Warum muss dieser Weg durch mein Büro führen? - Babylon 5
04.12.2008 22:42 Candy ist offline E-Mail an Candy senden Beiträge von Candy suchen Nehmen Sie Candy in Ihre Freundesliste auf

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Das ist total schön, wie bist du darauf gestoßen, corny?

LG Lizzy

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Leben ist, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.
Henry Miller

05.12.2008 09:54 lizzy ist offline E-Mail an lizzy senden Beiträge von lizzy suchen Nehmen Sie lizzy in Ihre Freundesliste auf

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