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Zum Ende der Seite springen Die Entwicklung der Liebe von Ennis und Jack
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Kessi Kessi ist weiblich
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Die Entwicklung der Liebe von Ennis und Jack Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In einer anderen Rubrik ist folgende Frage aufgetreten, die ich hier gern mal zur Diskussion stellen möchte.

Obwohl die Treffen zwischen Ennis und Jack sehr selten sind, durchläuft ihre Liebe doch gewissermaßen die gleichen Phasen wie die Liebe eines lange zusammen lebenden Paares.
Von dem ersten euphorischem Verliebtsein wo von Klippen gesprungen und miteinander gerungen wird, geht es über das gemeinsame Abwaschen des Geschirrs und kleine Streitereien bis hin zu einfachem Nebeneinandersitzen und dem Ärger darüber das der Parnter nie rechtzeit mal den Mund aufkriegt.

Am Ende ist es für Ennis ganz selbstverständlich sich um Jacks letzten Wunsch kümmern zu müssen. In seiner Trauer gleicht er jemanden der einen langjährigen Partner an seiner Seite verloren hat.

...nur müssten die beiden bei den seltenen Treffen nicht letzten Endes in einer gewissen Verliebtheitsphase stecken bleiben?

Wieso druchläuft ihre Liebe aber dem gleichen Wandlungen als würden sie zusammen leben?

Was denkt ihr darüber?
09.10.2014 00:32 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

LovelySmiley LovelySmiley ist weiblich
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Eine interessante Frage. Ich denke, es liegt daran, dass der Mensch sich über kurz oder lang an vieles gewöhnt. Frische Verliebtheit braucht ja immer wieder neues Futter, und am Anfang mögen die Pausen zwischen den Treffen sicher dazu geführt haben, die Sehnsucht und Wiedersehensfreude zwischen den beiden anzuheizen und so die Verliebtheitsphase längerzuziehen als das normalerweise der Fall ist ... aber nach ein paar Jahren haben sie sich an den Rhythmus gewöhnt. Dann war da plötzlich auch Platz für die negativen Dinge, die vorher nicht so ins Gewicht gefallen sind - zumal die Situation beide ja auch mehr und mehr zermürbt hat. Dann konnten sie nicht mehr so viel Kraft aus den Treffen schöpfen, wie sie zwischen den Treffen verloren haben. Im Streit am See äußert sich das ja recht anschaulich.

__________________
"You look like you wanna kiss me." - "I do." - "... go on then!"

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09.10.2014 09:51 LovelySmiley ist offline E-Mail an LovelySmiley senden Beiträge von LovelySmiley suchen Nehmen Sie LovelySmiley in Ihre Freundesliste auf

AngLee Super Moderator AngLee ist weiblich
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Trotz seltener Treffen haben sich Ennis und Jack ja über die Jahre immer intensiver kennengelernt. Dazu braucht es ja nicht das tägliche Miteinander. Wenn man als Paar permanent zusammenlebt dann ist da ja auch sehr viel Alltagsroutine und man setzt sich nicht jeden Tag intensiv mit seinem Partner auseinander. Das macht man ja auch seltener.
Ennis und Jack haben aber die Zeit, in der sie zusammen waren sicher intensiv genutzt weil da ja kein"Alltag" war, der sie groß in Anspruch genommen hat und solche Gespräche wie das am See/Fluss ziemlich zum Schluss werden sie bestimmt öfters mit kreisender Whiskeyflasche geführt haben.

Zitat:
Original von LovelySmiley
... am Anfang mögen die Pausen zwischen den Treffen sicher dazu geführt haben, die Sehnsucht und Wiedersehensfreude zwischen den beiden anzuheizen und so die Verliebtheitsphase längerzuziehen als das normalerweise der Fall ist ... aber nach ein paar Jahren haben sie sich an den Rhythmus gewöhnt.


Ich denke, dass sie diese Wiedersehensfreude schon noch stark hatten. Sie ist ja nicht zwingend an frische Verliebtheit gebunden.

Die Frage, die sich mir gerade stellt ist: wodurch kommt es denn eigentlich bei einem Paar, das ständig zusammenlebt zu dieser "Reifeung der Liebe" inklusive der Wahrnehmung negativer Seiten am Partner? Kristallisiert sich das nur in der alltäglichen Routine heraus oder eher auch in den Phasen, in denen man intensiv etwas gemeinsam erlebt?
09.10.2014 23:10 AngLee ist offline E-Mail an AngLee senden Beiträge von AngLee suchen Nehmen Sie AngLee in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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Ich bin jetzt mal ganz unromantisch.

Verliebtheit ist doch nichts weiter als die Ausschüttung eines Hormoncoktails. Die Natur bringt zwei Menschen zueinander von der sie denkt das sie genetisch zusammen passen, man bekommt Herzrasen und euphrische Glücksgefühle wenn man an den anderen auch nur denkt und will am Besten jede Sekunde seines Lebens so eng wie möglich mit dem anderen zusammen sein. Nach gut einem Jahr ist das Ganze vorbei, weil die Natur der Meinung ist das dürfte reichen um das Weibchen geschwängert zu haben, die Gefühle ebben ab, die rosarote Brille ist weg und das Rationale übernimmt wieder die Oberhand. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten entweder man stellt sich kopfschüttelnd die Frage "Was hab ich mir denn dabei bloß gedacht" oder man hat in der Zeit zu einem wundervoll ergänzenden Leben gefunden das man sich ohne den anderen gar nicht mehr vorstellen kann.

Mit schöner Regelmäßigkeit wiederholt sich dann das Ganze und nun hat man die Möglichkeit sich entweder in seinen festen Partner oder den Rest der Weltbevölkerung zu verlieben. Ich würde mal sagen wenn die Natur einmal der Meinung war, man passe genetisch so gut zueinander, dann wird sie die wohl nicht so schnell ändern.
So kamen wahrscheinlich auch bei den sesshaft gewordenen Menschen feste Partnerschaften zustande.

Die Frage die sich nun stellt ist die, was passiert wenn ich diese Verliebtheitsphase unterbreche?
Entbrenne ich dann bei jedem Zusammentreffen mit der Person meiner Träume erneut oder ebben die Gefühle trotz allem irgendwann ab und ich bewerte den mir so nahe stehenden Menschen durchaus rational.

Lovely schreibt dazu:

Zitat:
Frische Verliebtheit braucht ja immer wieder neues Futter, und am Anfang mögen die Pausen zwischen den Treffen sicher dazu geführt haben, die Sehnsucht und Wiedersehensfreude zwischen den beiden anzuheizen und so die Verliebtheitsphase längerzuziehen als das normalerweise der Fall ist


Das klingt plausibel

Annie schreibt in "Verfilmt werden"

"Kompliziert wird es dadurch, daß sich für beide die große Liebe einstellt, wie man sie nur einmal im Leben erfährt"

Unabhängig von der sexuellen Anziehung waren sich wohl auch beide Männer dessen bewusst das sie sich gut mit dem anderen fühlten, auch im ganz normalen Alltag.
Jack drückt das ja damit aus das er sich diese Rinder/Pferderanch gemeinsam mit Ennis wünscht.

Möglicherweise entwickelt sich die "rationale" Liebe, also die Erkenntnis das man einfach unglaublich gut im normalen Alltag eineinander greift ja schon innerhalb der Verliebtheitsphase.

Zitat:
Die Frage, die sich mir gerade stellt ist: wodurch kommt es denn eigentlich bei einem Paar, das ständig zusammenlebt zu dieser "Reifeung der Liebe" inklusive der Wahrnehmung negativer Seiten am Partner? Kristallisiert sich das nur in der alltäglichen Routine heraus oder eher auch in den Phasen, in denen man intensiv etwas gemeinsam erlebt?


DAS ist genau DIE Frage. Je länger und enger ich mit einem Menschen zusammen lebe, um so mehr Situationen erlebe ich, auf die ich meinen Partner reagieren sehe. Wenn ich jemanden hingegen nur eine Woche oder zwei im Jahr sehe, dann kann der sich natürlich auch immer nett benehmen, so lange hält man das sicherlich schon durch.
Alma findet ja einen Haufen von Gründe weswegen sie sich von Ennis ja dann auch scheiden lässt. Hat Ennis sich bei Jack nun ganz anders benommen weil er ihn eben so wenig gesehen hat und wäre das im Alltag auch alles aufgetreten und wenn ja hätte Jack sich letzen Endes überhaupt daran gestört?

Zitat:
aber nach ein paar Jahren haben sie sich an den Rhythmus gewöhnt. Dann war da plötzlich auch Platz für die negativen Dinge, die vorher nicht so ins Gewicht gefallen sind - zumal die Situation beide ja auch mehr und mehr zermürbt hat


Vielleicht nerven Jack aber auch nur gewisse Dinge an Ennis bezüglich ihrer Ausnahmesituation, vielleicht würde ihn Ennis Unentschlossenheit im Alltag überhaupt nicht stören?

Vielleicht konnte er mit Ennis Eigenheiten die der im Alltag hatte einfach leben als Alma und wäre aus dem Grund mal ganz unabhängig vom Geschlecht der bessere Partner für Ennis gewesen?

Was denkt ihr
10.10.2014 13:23 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

AngLee Super Moderator AngLee ist weiblich
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Zitat:
Original von Kessi

Verliebtheit ist doch nichts weiter als die Ausschüttung eines Hormoncoktails.
[...]
Nach gut einem Jahr ist das Ganze vorbei, weil die Natur der Meinung ist das dürfte reichen um das Weibchen geschwängert zu haben, die Gefühle ebben ab, die rosarote Brille ist weg und das Rationale übernimmt wieder die Oberhand.
[...]
Mit schöner Regelmäßigkeit wiederholt sich dann das Ganze und

Lachen Ich musste so lachen, weil ich mir vorgestellt habe, dass dieser Liebesrausch dann beim zweiten, dritten,... Kinderwunsch wieder von vorne losgeht. großes Grinsen

Wirklich sehr unromantisch, Kessi. smile


Zitat:
Original von Kessi

Zitat:
Die Frage, die sich mir gerade stellt ist: wodurch kommt es denn eigentlich bei einem Paar, das ständig zusammenlebt zu dieser "Reifeung der Liebe" inklusive der Wahrnehmung negativer Seiten am Partner? Kristallisiert sich das nur in der alltäglichen Routine heraus oder eher auch in den Phasen, in denen man intensiv etwas gemeinsam erlebt?


DAS ist genau DIE Frage. Je länger und enger ich mit einem Menschen zusammen lebe, um so mehr Situationen erlebe ich, auf die ich meinen Partner reagieren sehe.

Hm, es stimmt schon, dass ich mehr solcher Situationen erlebe, wenn ich mit jemandem ständig zusammenlebe. Aber mein Gedanke ging eher in die Richtung: reichen eventuell auch weniger solcher Momente, also nur zwei-oder dreimaliges aber intensives Zusammensein im Jahr auch aus um so etwas wie "Alltagsvertrautheit oder "ganzheitliche Vertrautheit" jenseits des reinen Verliebtseins zu entwickeln?

Zitat:
Original von Kessi
Wenn ich jemanden hingegen nur eine Woche oder zwei im Jahr sehe, dann kann der sich natürlich auch immer nett benehmen, so lange hält man das sicherlich schon durch.

Ich glaube nicht, dass sich Jack und Ennis bei ihren Treffen nur nett zueinander benommen haben, ich denke eher, dass sie ganz entspannt sie selbst waren.

Zitat:
Original von Kessi
Vielleicht nerven Jack aber auch nur gewisse Dinge an Ennis bezüglich ihrer Ausnahmesituation, vielleicht würde ihn Ennis Unentschlossenheit im Alltag überhaupt nicht stören?
Vielleicht konnte er mit Ennis Eigenheiten die der im Alltag hatte einfach leben als Alma und wäre aus dem Grund mal ganz unabhängig vom Geschlecht der bessere Partner für Ennis gewesen?

Natürlich kann man mit den Eigenheiten des anderen im Alltag leben. Das geht uns doch hier wohl auch so. Auch Alma konnte das, also mit der Wortkargheit von Ennis z.B. klarkommen. Ihre Gründe für eine Scheidung lagen doch wohl woanders, oder? Eine Lüge beim Partner und eine Entfremdung, weil dieser ein Doppelleben führt, verbuche ich jetzt nicht mehr unter "besondere Eigenart" des Partners.
10.10.2014 20:21 AngLee ist offline E-Mail an AngLee senden Beiträge von AngLee suchen Nehmen Sie AngLee in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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@Ang

Zitat:
Auch Alma konnte das, also mit der Wortkargheit von Ennis z.B. klarkommen. Ihre Gründe für eine Scheidung lagen doch wohl woanders, oder? Eine Lüge beim Partner und eine Entfremdung, weil dieser ein Doppelleben führt, verbuche ich jetzt nicht mehr unter "besondere Eigenart" des Partners.


Sicherlich ist der Hauptgrund für die Scheidung der das Ennis sie nie wirklich geliebt hat.

Aber ich meine etwas Anderes. Ich denke das ganz unabhängig davon Alma und Ennis nicht zusammen gepasst haben.

Im Buch steht über das was Alma an Ennis nicht gefällt Folgendes

"...seine Begeisterung für die schlechtbezahlte und vielstündige Arbeit auf den Ranches....sein Versäumnis sich eine ordentliche und fest Stelle bei der Bezirksverwaltung oder bei der Elektrizitätsgesellschaft zu suchen...(sie) begriff das sie wohl zu dem, was Ennis nach Hause brachte, dazuverdienen musste."

...im Gegensatz dazu Jack

"Ich hab mir gedacht, wenn du und ich zusammen eine kleine Ranch hätten, bisschen Kuh-und Kälberhaltung und du mit deinen Pferden..."

und wieder Alma

"sein Hang sich zur Wand zu drehen und einzuschlafen"

und wieder Jack

"...und dann rausziehen, hinlegen und schlafen"

Gut hier muss man natürlich auch hinzurechnen das beides Männer sind Rolleyes

und wieder Alma

"...seine Abneigung mit ihr auszugehen und sich zu amüsieren"

und wieder Jack

"...schmeiß dein Zeug in meinen Wagen hinten rein, und wir fahren in die Berge"

Alma will Ennis eigentlich so haben wie Monroe ist, nur, so habe ich jedenfalls das Gefühl, empfindet oder empfand sie für Ennis diese Art von leidenschaftlicher Verliebtheit und für Monroe eben nicht.

Jack und Ennis hingegen haben vom Prinzip her die gleichen Interessenen:

"Ennis und Jack behaupteten beide sie würden Geld für ein Stück Land sparen"

Ich denke es gibt bestimmt in jeder Beziehung Dinge die einen an dem anderen stören, aber wenn sie so gravierend sind wie eine völlig unterschiedliche Vorstellung von der (beruflichen) Entwicklung des jeweils anderen, dann wird es schwierig mit dem darüber hinweg sehen.

Zitat:
Aber mein Gedanke ging eher in die Richtung: reichen eventuell auch weniger solcher Momente, also nur zwei-oder dreimaliges aber intensives Zusammensein im Jahr auch aus um so etwas wie "Alltagsvertrautheit oder "ganzheitliche Vertrautheit" jenseits des reinen Verliebtseins zu entwickeln?


Ja und eben genau das ist DIE Frage.

Normalerweise unterscheidet sich ja der Alltag von Dingen die man nur MAL macht. Wenn ich beispielsweise mit ein paar Pferden in die Berge fahre, vorausgesetzt ich reite gern und mag die Natur, dann ist das ja irgendwie wie Urlaub.
Auf der anderen Seite hatte man aber nie das Gefühl Jack und Ennis würden Urlaub machen. Außer das die Schafe gefehlt haben, haben sie ja genau das gleiche gemacht wie damals. unsicher
11.10.2014 14:30 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

AngLee Super Moderator AngLee ist weiblich
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Zitat:
Original von Kessi

Ich denke es gibt bestimmt in jeder Beziehung Dinge die einen an dem anderen stören, aber wenn sie so gravierend sind wie eine völlig unterschiedliche Vorstellung von der (beruflichen) Entwicklung des jeweils anderen, dann wird es schwierig mit dem darüber hinweg sehen.

Ich denke, bei Alma war es nicht so sehr von Bedeutung WAS Ennis macht, sondern dass er genügend Geld nach Hause bringt um sie und die Kinder materiell abzusichern. Wenn seine Rancharbeit lukrativer gewesen wäre hätte sie die vielleicht auch mehr geschätzt?



Zitat:
Original von Kessi
Normalerweise unterscheidet sich ja der Alltag von Dingen die man nur MAL macht. Wenn ich beispielsweise mit ein paar Pferden in die Berge fahre, vorausgesetzt ich reite gern und mag die Natur, dann ist das ja irgendwie wie Urlaub.
Auf der anderen Seite hatte man aber nie das Gefühl Jack und Ennis würden Urlaub machen. Außer das die Schafe gefehlt haben, haben sie ja genau das gleiche gemacht wie damals. unsicher

Nein, an Urlaub habe ich dabei auch nicht gedacht. Aber auch nicht an Arbeit und Alltag. Eher wie ein Treffen mit Freunden (in diesem Falle Freund) nach Feierabend oder am Wochenende.
Aber das sind ja gerade die Momente, in denen man sich intensiv miteinander beschäftigt, was ja auch Paare, die dauernd zusammen leben tun. Sich abends aufs Sofa setzen und ein paar Dinge besprechen, die einen beschäftigen etc.

Solche Momente sind bei Ennis und Jack sehr rar, da sie ja wahrscheinlich unter der Woche auch nicht telefoniert oder sich geschrieben haben.
Und trotzdem kennen sie sich dadurch in-und auswendig und kommen darüber über die Verliebtheitsphase in die Phase der reiferen Liebe, finde ich.


Zitat:
Jack und Ennis hingegen haben vom Prinzip her die gleichen Interessenen:...

Da hast du Recht in der Beziehung, dass Jack den gleichen Traum von einer Ranch träumt. Aber ansonsten sind sie vom Charakter und vom Temperament her schon auch unterschiedlich.
Ich weiß nicht, ob Jack seinen Ennis eher hätte überreden können mit ihm tanzen zu gehen als es Alma vermochte? *lol
11.10.2014 14:53 AngLee ist offline E-Mail an AngLee senden Beiträge von AngLee suchen Nehmen Sie AngLee in Ihre Freundesliste auf

Kessi Kessi ist weiblich
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Zitat:
Nein, an Urlaub habe ich dabei auch nicht gedacht. Aber auch nicht an Arbeit und Alltag. Eher wie ein Treffen mit Freunden (in diesem Falle Freund) nach Feierabend oder am Wochenende. Aber das sind ja gerade die Momente, in denen man sich intensiv miteinander beschäftigt, was ja auch Paare, die dauernd zusammen leben tun. Sich abends aufs Sofa setzen und ein paar Dinge besprechen, die einen beschäftigen etc.


ACH SO...gut manchmal steht man aber auch arg auf dem Schlauch Rolleyes

Ich verstehe jetzt auf was du hinaus willst. Hm...das ist jetzt natürlich ein SEHR interessanter Aspekt. Wenn man jetzt eine Beziehung hat, wo man sich relativ schnell auseinander lebt und jeder nur noch seins macht, dann bemerkt man sichlich die Fehler des anderen nicht bzw. sie sind einem egal weil man sich sowieso damit nicht auseinander setzen muss.
So eine Ehe hatten ja Jack und Lureen und die wussten in der Tat so gut wie überhaupt nichts voneinander....noch nicht mal wer wann mit dem Lehrer ihres Sohnes sprechen sollte
Wenn man hingegen zwar wenige dafür aber intensive Momente miteinander teilt, dann weiß oder beobachtet man viel mehr Dinge von/an dem anderen, erkennt dann natürlich auch dessen Fehler, Eigenheiten, Schwächen und Stärken.

Zitat:
Ich denke, bei Alma war es nicht so sehr von Bedeutung WAS Ennis macht, sondern dass er genügend Geld nach Hause bringt um sie und die Kinder materiell abzusichern. Wenn seine Rancharbeit lukrativer gewesen wäre hätte sie die vielleicht auch mehr geschätzt?


Das sind sicherlich gewissen Notwendigkeiten aber sie VERSTEHT ihn ja auch komplett nicht.

Zitat:
Da hast du Recht in der Beziehung, dass Jack den gleichen Traum von einer Ranch träumt. Aber ansonsten sind sie vom Charakter und vom Temperament her schon auch unterschiedlich. Ich weiß nicht, ob Jack seinen Ennis eher hätte überreden können mit ihm tanzen zu gehen als es Alma vermochte? *lol


Ich denke eine Beziehung läuft gut wenn man unterschiedlich vom Wesen her ist in den grundlegenden Dingen aber einer Meinung ist.
Durch die Unterschiedlichkeit ergänzt man sich im Leben aber man geht dennoch den selben Weg, zieht am selben Strang.
Jacks Temperament hat Ennis mitgezogen und umgekehrt hat Ennis Jack Ruhe und Halt gegeben. Dennoch wollte sie ganz genau da hin wo der andere auch hin wollte...ich denke das macht sie so perfekt als Paar. Sie waren wie Ying und Yang smile Gegensätze die sich dennoch harmonisch aneinander reihten smile smile smile

PS: Ich denke eigentlich nicht das Jack mit Ennis unbedingt hat tanzen gehen wollen Fettes Grinsen
Ich glaub dem hätte eine Flasche Bier trinken und in den Sonnenuntergang starren gereicht

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kessi: 12.10.2014 21:36.

12.10.2014 21:33 Kessi ist offline E-Mail an Kessi senden Beiträge von Kessi suchen Nehmen Sie Kessi in Ihre Freundesliste auf

AngLee Super Moderator AngLee ist weiblich
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Zitat:
Original von Kessi
Wenn man jetzt eine Beziehung hat, wo man sich relativ schnell auseinander lebt und jeder nur noch seins macht, dann bemerkt man sichlich die Fehler des anderen nicht bzw. sie sind einem egal weil man sich sowieso damit nicht auseinander setzen muss.
So eine Ehe hatten ja Jack und Lureen und die wussten in der Tat so gut wie überhaupt nichts voneinander....noch nicht mal wer wann mit dem Lehrer ihres Sohnes sprechen sollte
Wenn man hingegen zwar wenige dafür aber intensive Momente miteinander teilt, dann weiß oder beobachtet man viel mehr Dinge von/an dem anderen, erkennt dann natürlich auch dessen Fehler, Eigenheiten, Schwächen und Stärken.


Genau so denke ich mir das auch. Und ich kann mir auch vorstellen, dass die wenigen intensiven Momente dieser Art, die Ennis und Jack im Verlauf der 20 Jahre hatten ausreichten um ihre Liebe über die Verliebtheitsphase hinaus, die ja nicht ewig dauert, auch wenn man sich selten sieht, den gleichen Wandlungen zu unterziehen als wenn sie zusammenleben würden.
Weil sie eben immer aneinander interessiert waren, haben sie dabei natürlich auch die Schwächen wahrgenommen. Aber wenn so eine "Grundbindung" vorhanden ist, dann nervt das zwar trotzdem, man integriert es aber in die Beziehung.

Wenn sich eine Beziehung auseinander gelebt hat, dann sind Schwächen und Fehler des anderen egal, wie du oben auch schreibst. Das sehe ich ganz genau so.



Zitat:
Original von Kessi
Ich denke eine Beziehung läuft gut wenn man unterschiedlich vom Wesen her ist in den grundlegenden Dingen aber einer Meinung ist.Durch die Unterschiedlichkeit ergänzt man sich im Leben aber man geht dennoch den selben Weg, zieht am selben Strang.Jacks Temperament hat Ennis mitgezogen und umgekehrt hat Ennis Jack Ruhe und Halt gegeben. Dennoch wollte sie ganz genau da hin wo der andere auch hin wollte...ich denke das macht sie so perfekt als Paar.


Ob das jetzt die besten "Zutaten" für eine funktionierende Beziehung sind, weiß ich nicht. Ich glaube, so berechenbar und rational zu erfassen ist die Liebe nicht. Trotzdem teile ich natürlich deine Ansicht, dass Ennis und Jack das perfekte Paar sind. Augenzwinkern
13.10.2014 15:43 AngLee ist offline E-Mail an AngLee senden Beiträge von AngLee suchen Nehmen Sie AngLee in Ihre Freundesliste auf

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